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Irrtum über angebliches Jesus-Grab
Inschrift spricht von zwei Frauen
16.03.2007 09:47 Uhr
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Archiv: Jesus Christus von Domenikos Theotokopoulos (1580)
© public domain
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Jerusalem/ Israel - Mit der Behauptung, man habe in Israel das Grab Jesus' und Maria Magdalenas entdeckt, erregte das Filmteam des Discovery Channel um Oscar-Regisseur James Cameron weltweites Aufsehen. Jetzt zeigt sich, dass die Inschriften wahrscheinlich falsch interpretiert wurden.
Wie Associated Press berichtet, entdeckte der Schriftgelehrte Stephen Pfann von der "University of the Holy Land" in Jerusalem, dass die Inschriften auf den steinernen Grabkisten, den sogenannten Ossuaren, nicht "Mariame e Mara", also in etwa "Maria, die Meisterin/Lehrerin" bedeuten, sondern als zwei unterschiedliche Inschriften gesehen werden müssen.
Die beiden Teile weisen laut Pfann deutlich unterschiedliche Urheber und Schriftarten auf. Somit ergebe sich, dass die Ossuare zum einen die Überreste einer Maria und die einer zweiten - wohl später beigesetzten - Frau mit Namen Martha beinhalten.
Somit verfalle auch die Verbindung zu Maria Magdalena als angebliche Ehefrau Jesu, eine Theorie, mit der die Macher der Discovery-Channel-Dokumentation eindeutig die Popularität der Theorien um Dan Browns verfilmten Bestsellerroman "Sakrileg" zu nutzen versuchten.
Damit reiht sich Pfann in die Liste namhafter Wissenschaftler ein, die in der Ankündigung des Discovery Channel keine Wissenschaft, sondern spekulativen Sensationalismus sehen und die Dokumentation spöttisch als "archäologischen Porno" betrachten.
Der deutsche Privatsender ProSieben zeigt den Film am Karfreitag, dem 6. April 2007.
(AM)
Weitere Informationen:
www.Paranews.net-Meldung, 27.02.2007: Jesus-Grab löst Debatte aus
www.Paranews.net-Meldung, 26.02.2007: Wurde das Grab von Jesus entdeckt?
Quelle:
AP
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