
Werbung
|

|


Die Batterie von Bagdad
Elektrischer Strom in der Antike
Ein Artikel von Lars A. Fischinger
Online seit 27.02.2006 23:34 Uhr
|

Archiv: Strom
© Energie AG
|
|

|
Im Jahre 1936 wurde bei Ausgrabungen des Irag-Museums am Hügel Khujat Rabu`a, südöstlich von Bagdad, etwas Sonderbares gefunden. In diesen Tagen wurde der Irak von gewaltigen Regengüssen heimgesucht, und beim abtragen von Sand auf dem besagten Hügel stieß man zufällig auf Spuren von menschlichen Siedlungen.
Der Archäologe Wilhelm König, einst Direktor der irakischen Antikverwaltung, berichtete im Jahre 1938 in der angesehenen Wissenschaftszeitschrift Forschungen und Fortschritte in seinem Artikel Ein galvanisches Element aus der Partherzeit? von dieser Entdeckung. So erfuhren dieser Leser von König, dass man bei dieser Ausgrabung ein Tongefäß entdeckte, in dem ein Zylinder aus Kupferblech und in diesem wiederum ein Eisenstab steckte. Wilhelm König sah in diesem Fund den Beweis, dass zur parthischen Zeit (ca. erstes Jahrhundert vor Christus) die Menschen aus diesem Gebiet die Galvanesierung beherrschten.
Weiter wurde auch darauf hingewiesen, dass die Funde von goldenen Objekten aus dem Gebiet um Bagdad, die von den Archäologen in das zweite bis vierte Jahrhundert datiert wurden, derart dünne und feine Vergoldungen zeigen, die nicht mit Methoden wie etwa der Hammer- und Feuervergoldung erklärt werden können. Bei diesem Verfahren nimmt der Schmied Goldblech, legt es über das zu vergoldende Objekt und erhitzt es immer wieder wobei er mit einem Hammer das Gold um das Objekt treibt.
König berichtete in seinem Artikel aber auch, dass er es für durchaus denkbar hält, dass man mit Hilfe dieses Gerätes kultische Figuren und anderen Gegenstände vergoldete oder versilberte. Er verwies dabei auf die Tatsache, dass in den Silberschmieden von Bagdad noch heute ähnlich primitive Verfahren zur Anwendung kommen würden. Auch wurden bei Ausgrabungen in Tel Umar in Seleukia 1930 vier „ähnliche Tonflaschen“ gefunden. Drei dieser Behältnisse enthielten Kupferzylinder, die aber - nicht wie bei dem Fund von Khujat Rabu`a - an beiden Seiten verschlossen waren. Bei Ausgrabungen 1931/32 in Ktesiphon, der einstigen Hauptstadt der Parther, entdeckten die Archäologen weitere fünf Krüge ähnlicher Art. Dort wurde, soweit bisher bekannt, bei Grabungen in den Jahren 1928/29 auch der erste Fund dieser Art gemacht (jedoch mit einem Henkel).
zur Seite 2
Weitere Informationen:
Rätsel der Welt
>>> diesen Beitrag einem Freund per eMail empfehlen <<<
| Nachrichten aus der Kategorie Vermischtes |
Bilder, Artikel, Dokumentationen, Interviews, u.a. dürfen nur nach vorher schriftlich erteilter Genehmigung durch den Verlag veröffentlicht oder vervielfältigt werden.
HINWEISE FÜR FORENBETREIBER:
Kopieren und Vervielfältigung auch auszugweise bei einem Artikel / Wochenthema / Reportage ist nicht gestattet. www.Paranews.net räumt nicht kommerziellen Forenbetreiber das widerrufliche Recht ein, den ersten Absatz zu Diskussionszwecke zu kopieren, wenn ein Hyperlink zu diesem Artikel gesetzt wird.
Alle Rechte vorbehalten. |
|
|
|

|