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Das Vorbild der Nautilus (2)
U-Boot Ictineo II
Ein Artikel von Thomas Ritter
Online seit 27.01.2006 16:15 Uhr
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Der Autor Thomas Ritter neben dem Nachbau der Ictineo I in Barcelona
© Thomas Ritter
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Modelle der Ictineo I und II im Museo Maritimo von Barcelona.
© Thomas Ritter
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Im September 1857 kehrte Narcis de Monturiol nach Barcelona zurück und organisierte dort die Gründung der ersten spanischen Handelsgesellschaft zur Erforschung von Unterseebooten. Sie trug den Namen "Monturiol, Font, Altadill y Cia". und verfügte über ein Gründungskapital von 10.000 Peseten.
Im Jahr 1858 schließlich stellte er sein Projekt in der wissenschaftlichen Abhandlung Ictineo vor. Die erste Tauchfahrt des Prototyps Ictineo I fand im September 1859 im Hafen von Barcelona statt. Dabei stellte sich heraus, dass die Konstruktion des U-Bootes noch nicht ausgereift war. Insbesondere der Antrieb, welcher traditionell über Handkurbeln erfolgte, vermochte den Erfinder nicht zufrieden zu stellen. Weitere Jahre intensiver Arbeit vergingen, überschattet von finanziellen Problemen, mit denen sich Narcis de Monturiol ein Leben lang herumschlagen sollte.
Doch am 2. Oktober 1864 schließlich war es dann soweit. Die Ictineo II ging auf ihre Jungfernfahrt. Dieses U-Boot war das weltweit erste Modell seiner Art mit einem maschinellen Antrieb. Es wurde durch einen anaerobischen, Magnesiumperoxid, Zink und Kaliumchlorat verarbeitenden Motor angetrieben. Die Ictineo II war 14 m lang, 2 m breit, 3 m hoch und wog rund 46 Bruttoregistertonnen. Sie wurde aus massivem Olivenholz gebaut, verstärkt durch Eichenholz und Kupferzargen und wurde anschließend mit 2 mm dicken Kupferplatten beschlagen. Die Besatzung der Ictineo II hatte eine Stärke von 7 Mann.
Eine der Besonderheiten des U-Bootes war der anaerobische Antrieb sowie die Lösung des Problems, wie Sauerstoff in einem hermetisch abgeschlossenem Raum erneuert werden konnte. Der auf Magnesiumperoxid basierte Motor, den Monturiol konstruiert hatte, produzierte bei der chemischen Reaktion genügend Hitze, um Wasserdampf zu erzeugen. Als Abfallprodukt fiel Sauerstoff an, der in speziellen Tanks aufgefangen wurde und auf diese Weise anschließend für Atemluft sorgte. Anaerobie (v. lat. aer "Luft") bezeichnet Reaktionsbedingungen, die in Abwesenheit von Sauerstoff ablaufen. Anstelle von Sauerstoff als Elektronenakzeptor dienen hierbei Verbindungen mit ähnlich hohem Redoxpotential als Elektronenakzeptoren.
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