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Roboter im All
Denn sie wissen, was sie tun
25.01.2006 08:34 Uhr
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Wien / Österreich - Die beiden Weltraumroboter "Roby Space Junior I und II" der Technischen Universität Wien (TU) haben ihre Feuertaufe im All erfolgreich bestanden. Ihr vorrangies Ziel war es, aus einer Rakete auf ein Netz zu krabblen, das von Satelliten aus stabilisiert wurde. Zukunftsvision ist vorerst noch die solare Energeiegewinnung - diese wird erst in ungefähr 20 - 30 Jahren Realität.
Es war eine anstrengendes, wenn nicht sogar aufgreibende Woche für das Mechatronik-Team der TU Wien. Wieder einmal waren sie erfolgreich, die Roboter der TU Wien, diesmal aber nicht fußballspielend. Roby Space wurde vom Uchinoura Space Center (Japan) aus letztes Wochenende erfolgereich ins All geschossen. Somit ist bewiesen, dass auch ein Mini-Entwicklungsteam mit österreischer Ingenieurtradtion und Flexibilität international erfolgreich sein kann. Was den TU Wien-Professor und Projektleiter Peter Kopacek besonders freut: "70% der Hard- und Software von Roby Space ist ein 'spin off' von Roby Speed, unserem Weltmeisterfußballroboter." Ein großer internationaler Erfolg für Mechatronik "made in Austria".
Zur Erinnerung: Um in (ferner) Zukunft Solarenergie im Weltraum zu gewinnen, wurde 2004 ein internationales Projekt unter japanischer Leitung gestartet, bei dem mit Solarzellen ausgerüstete Mini-Roboter auf einem Netz "krabbeln". Die Roboter richten sich automatisch nach der Sonne aus, um die höchstmögliche Energie-Effizienz zu erreichen. Die Anforderungen, die an die energiegewinnenden Roboter gestellt werden, sind hoch: leicht und relativ klein müssen sie sein und die Erschütterungen ertragen, denen sie beim Transport ins All ausgesetzt sind. Und da ist dann noch die Sache mit den arktischen Temperaturenund dem Vakuum, die der Elektronik stark zusetzen können.
Von der Rakete ins Netz
Beide TU-Robies wurden programmgemäß durch einen "wire cutter" von ihren Fesseln in der Rakete befreit. Roby Space II meisterte bravurös den kritischen Übergang von seinem engen Starthäuschen auf das nur teilweise stabilisierte Netz. Er war kurz - mit österreichischer Fahne - im Blickfeld der im Muttersatelliten eingebauten Videokamera.
Auf Grund der zur Bodenstation übertragenen Telemetriedaten krabbelte Roby Space II problemlos am Weltraumnetz und hat somit die Vorgaben der European Space Agency (ESA) erfüllt. Über das weitere Schicksal von Roby Space I ist derzeit noch nichts bekannt, Genaueres wird man höchstwahrscheinlich nach der endgültigen Auswertung der Daten erfahren.
(JB)
Quelle:
idw
TU Wien
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