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Verschwörung der Kornkreismacher
Vorstand täuschte eigenen Verein
11.01.2006  11:09 Uhr



Archiv: Kornkreismacher Harald Hoos
© JB


Archiv: Harald Hoos spricht das erste Mal öffentlich über den Streich während der Cröffelbacher UFO-Tage
© JB
 Specials

Kornkreis - Melder
Deutschland

 

Saarbrücken/Deutschland - Das seit Dezember erschienene Buch Kornkreise - Der größte Streich seit Max und Moritz sorgte in den vergangenen Wochen für missmutige Stimmung in der Kornkreis-Szene. Kornkreismacher Harald Hoos beschreibt in dem Buch, wie er zusammen mit anderen Freunden Kornkreise anlegte und diese dann durch Mitglieder des Forschungsvereins stillschweigend überprüfen ließ.



Nach Angaben der Autoren beruhen alle Angaben in dem Buch auf wahren Begebenheiten. Personen und Organisationen wurden mittels Pseudonymen geschützt, so dass nur Insider wissen können, wer mit welchen Namen gemeint ist.

Nach eigenen Recherchen von www.paranews.net konnte der im Buch genannte Verein VFK als Forschungsgesellschaft für Kornkreise e.V. klar recherchiert werden. Hoos war bis 2000 selbst Vorstandsvorsitzender der FGK e.V. und nach eigenen Angaben in nur einem Kornkreisverein tätig.
  
"Das Thema Kornkreisbuch von Harald Hoos wird uns unter anderem am 22. und 23. April auf der FGK-Frühjahrsversammlung der FGK in Zierenberg beschäftigen. Bei dem Buch von Harald Hoos handelt es sich um eine sehr einseitige Darstellung der Abläufe zu der damaligen Zeit." so Frank Peters, Pressepsrecher der FGK in einer ersten Stellungnahme zu www.paranews.net.

"Vielleicht einmalig mag da der Vorgang um Harald Hoos sein, der zudem in seiner Funktion als 1. Vorsitzender der FGK, mit Helfeshelfern des Nachts in den Kornfeldern aktiv war." erklärte Frank Peters weiter. "Jeder Verein, egal welcher, würde sich sicher darüber mächtig freuen eine solche Person in den eigenen Reihen zu haben und dann noch als 1. Vorsitzenden. Die Mitglieder der FGK fühlten sich damals nach der Enttarnung des Schwindels mehr als verschaukelt und hintergangen und erst ein neuer FGK-Vorstand mit neuen Strukturen half dem Verein wieder auf die Beine, der sich damals im freien Fall befand."

"Möglicherweise gab es solche Vorgänge mit Vorstandsmitgliedern aus Kornkreisvereinen aber auch schon im Mutterland der Kornkreise in England, wo sich Personen irgendwann vom Paulus zum Saulus wandelten, weil sie unter anderem mit ihren spärlichen Erkenntnissen nicht weiterkamen," so Frank Peters.

(Anm.d.Red.: Die gesamte Stellungnahme der FGK finden Sie im unteren Abschnitt der News.)

Kornkreismacher Harald Hoos sieht das Buch nicht als Racheakt an, sondern vielmehr als eigenes Anliegen, um die gewonnenen Erfahrungen der Öffentlichkeit mitzuteilen.

"Bisher ist die Resonanz auf das Buch gemischt", so Hoos in einem Telefoninterview, "die grenzwissenschaftliche Szene schweigt sich aus, während die nicht grenzwissenschaftliche Szene das Thema begeistert aufnimmt."

Kornkreisforscher Andreas Müller, selbst kein FGK-Mitglied, hingegen: "Das Buch bietet kaum Neues. Es bestätigt lediglich unsere Forschungsergebnisse. Schon als die saarländischen Kornkreise gemacht wurden, haben wir diese als Fälschungen der Autoren enttarnt. In einem Fall haben beide bis jetzt immer wieder strikt behauptet, nicht die Macher zu sein. Mit den jetzigen Aussagen im Buch bestätigen sie jedoch unsere Einschätzung und die eigene langjährige Lüge."

Kornkreismacher Harald Hoos wird in einer heutigen Spezialsendung bei dem österreichischen Web-Radio-Caster Reallusions FM exklusiv über das Buch und seine Auswirkungen sprechen.

Stellungnahme der FGK e.V.

Das Thema "Kornkreisbuch von Harald Hoos" wird uns u. a. am 22. und 23. April auf der FGK-Frühjahrsversammlung der FGK in Zierenberg beschäftigen.
Bei dem Buch von Harald Hoos handelt es sich um eine sehr einseitige Darstellung der Abläufe zu der damaligen Zeit. Er hat weder in seinem Buch noch in einem neulich erschienenen Artikel in der Augsburger Allgemeinen "die ganze Wahrheit über Kornkreise" enthüllt, wie er es formuliert. Dass es nach wie vor einige Hoaxer gibt, die sich Jahr für Jahr in den Feldern zu schaffen machen, ist weitgehend in der Szene bekannt.
Der Bereich Kornkreise ist jedoch wesentlich vielfältiger und umfangreicher. Von der "ganzen Wahrheit" kann also nicht die Rede sein, wenn überhaupt, handelt es sich bei der Aussage nur um die "halbe Wahrheit".
Der FGK liegen genügend Erkenntnisse, Analysen und Messungen rund um das Phänomen Kornkreise vor, so dass die FGK nach wie vor davon ausgeht, dass es neben dem bekannten "menschlichen Phänomen" weitere "unerklärliche Phänomene" zu entdecken gilt.
Das "Phänomen" der Kornkreise hat wahrscheinlich schon seit langer Zeit nicht nur mit den Skeptikern und Berufsskeptikern zu tun, sondern auch mit der Begleiterscheinung, dass sich im Umfeld der Kornkreise Jahr für Jahr auch eine ganze Anzahl Hoaxer tummelt, die sich einen Spaß daraus macht, Kornkreise anzulegen, um die wissenschaftlich wie auch pseudowissenschaftlich arbeitende Kornkreisszene zu torpedieren.
Diese Begleiterscheinungen sind nicht nur auf Deutschland beschränkt, man kennt sie aus fast allen Ländern rund um den Globus, überall dort wo Kornkreise auftauchen, vermehrt in England, den USA, Holland, Polen, der Schweiz und auch Italien.
Vielleicht einmalig mag da der Vorgang um Harald Hoos sein, der zudem in seiner Funktion als 1. Vorsitzender der FGK, mit Helfershelfern des Nachts in den Kornfeldern aktiv war. Jeder Verein, egal welcher, würde sich sicher darüber mächtig freuen, eine solche Person in den eigenen Reihen zu haben und dann noch als 1. Vorsitzenden. Die Mitglieder der FGK fühlten sich damals, nach der Enttarnung des Schwindels, mehr als verschaukelt und hintergangen, und erst ein neuer FGK-Vorstand mit neuen Strukturen half dem Verein wieder auf die Beine, der sich damals im freien Fall befand.
Möglicherweise gab es solche Vorgänge mit Vorstandsmitgliedern aus Kornkreisvereinen, aber auch schon im Mutterland der Kornkreise in England, wo sich Personen irgendwann vom Paulus zum Saulus wandelten, weil sie u. a. mit ihren spärlichen Erkenntnissen nicht weiterkamen. Aber es gibt noch wesentlich mehr Ungereimtheiten im Bereich der deutschen Kornkreise. So wird z. B. auf der Insel Rügen schon seit einigen Jahren ein Hoaxer gedeckt, der Jahr für Jahr dort Kreise anlegt, obwohl der Name einigen Kornkreis-Insidern bekannt ist, für den sich sicher einige der dort ansässigen Bauern brennend interessieren dürften. Und so hat sicher die eine oder andere Kornkreisgruppe ebenfalls Kornkreise angelegt, ohne dass es bisher an die Öffentlichkeit kam.
Gründliche Geschichtsaufarbeitung ist sicher keine deutsche Tugend, gerade dann nicht, wenn es sich um negative Begleiterscheinungen handelt. Das beweist nicht nur die deutsche, sondern auch ein Teil der 15-jährigen FGK-Geschichte. Darum sollten sich andere Vereine aus der weltweiten Kornkreisszene ebenfalls einer gründlichen Geschichtsaufarbeitung anschließen.

Frank Peters, Pressesprecher der FGK
(JB)



Quelle:
www.paranews.net


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