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USA – Die US-Armee sucht nun per Internet, anhand einer Ausschreibung, nach Anbietern des Biokampfstoffes Anthrax (Milzbrand), wurde durch ein Magazin bekannt. Es könnte sein, dass die Militärs die Abwehr von solchen Biokampfstoffen testen wollen oder es soll vermutlich an einer Ausbringung des Erregers gearbeitet werden. Militärwissenschaftler aus den USA finden, dass der Erreger von Milzbrand als einer der gefährlichsten Stoffe für Biowaffen überhaupt sei, wobei das Bakterium als ziemlich lang haltbar gilt.
Bereits 2001 kam es im Zuge von den Anschlägen auf den WTC und angeblichen Anschlägen auf Pentagon-Mitarbeitern mit Anthrax zu einer Massenhysterie, wobei ein in Wiesbaden aufgetauchter Briefumschlag mit einer unidentifizierten Substanz gefunden wurde. Diese Substanz wurde zunächst als Brief-Terroranschlag gewertet, bei dem angenommen wurde, dass es sich hierbei um eine mit Milzbrand durchsetzte Kultur handeln könne. Nach Angaben des Wissenschaftsmagazins "New Scientist" wollen nun die USA größere Mengen der hochgiftigen Substanz kaufen, um Forschungen im Stützpunkt Dugway Provin Ground in Utah zu betreiben. Der US-Stützpunkt Dugway Provin Ground ist bekannt für Forschungen an chemischen und biologischen Waffen. Unter Berufung auf Edward Hammond vom Sunshine Project -das Project führt Untersuchungen für Entwicklung und Verbreitung von Bio- und Chemiewaffen durch- berichtete das Magazin, weil Hammond im Internet auf die Ausschreibung vom US-Militär stieß. Hammond berichtet, das Militär wäre besonders an 1500 Litern des Stammes "Bacillus anthracis" interessiert, welcher als der "Sterne" bekannt ist, im Unterschied zum Stamm "Ames" für den Menschen ungefährlich sei und für Impfungen eingesetzt werde. Außerdem sollen sie sich, laut dieser Ausschreibung, US- Militärs auch noch für Ausrüstung zum Fermentieren von ca. 3000 Liter Biokampfstoffes interessieren, wobei sie diese Einheiten nicht näher definierten. Mit auf ihrer Wunschliste standen auch Schafskadaver um Verbrennungsanlagen zu testen, hieß es weiter.
ABC-Waffengegner zeigten sich daraufhin besorgt über den Vorfall, obwohl anzunehmen ist, dass es sich hierbei um eher ungefährlich einzustufende Stoffe handelt. Alan Pearson vom Center for Arms Control and Non-Proliferation in Washington D.C. stellte sich hierbei die Frage, wie die USA der Biowaffen-Konvention gerecht werden soll, wenn sie solche Ausschreibungen startet. Er gab bekannt: "Wenn jemand den Stamm "Sterne" in Tanks produziert, dann könnte er auch den hochgefährlichen Stamm "Armes" produzieren." Es ist beiden Institutionen immer noch unklar, was die US-Armee mit dem Material anfangen will. Jedenfalls behauptete der "New Scientist", Tests durchführen zu können, wobei man beispielsweise Autos oder Gebäude dekontaminiert. Hammond vom Sunshine Project hingegen hat Bedenken und sagte hierzu: "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Verteilen der Erreger mit Waffen getestet werden soll, um die Gefährdung abschätzen zu können."
Der Leiter des deutschen Büros vom Sunshine Project, Jan van Aken hat sogar zwei denkbare Erklärungen dafür parat:" Entweder man testet die Zerstörung von Sprengköpfen, die mit Anthrax-Erregern gefüllt sind. Oder die Militärs wollen eine großflächige Stadt dekontaminieren, die in der Wüste aufgebaut wird."
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