Der Todestümpel von Altona
26.04.2005 11:15 Uhr
Hamburg - Ein Bild wie aus einem Science Fiction Film bot sich den neugierigen Spaziergängern in Hamburg Altona. Hunderte von Erdkröten (Bufo bufo) krochen aus einem Teich, blähten sich bis zum Dreieinhalbfachen ihres Körperumfangs auf und platzten unter einem entsetzlichen Quaken. Ihre Innerein flogen dabei bis zu einem Meter weit durch die Gegend.
Tierärzte, Mikrobiologen, Naturschützer, Krötenforscher und das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt stehen vor einem Rätsel. Die Vermutung, das durch die angrenzende Trabrennbahn das Wasser mit einen seltenen Pilz oder einen Virus verunreinigt wurde konnte ausgeschlossen werden. Da in Mittelamerika ein ähnlicher Fall auftrat gingen einige Experten davon aus, dass ausländische Pferde für die Verseuchung verantwortlich zu machen waren.
Ein Reptilienspezialist aus Berlin hat sich in Zusammenarbeit mit Amtstierärzten aus Altona der Sache angenommen. "Das Gutachten sagt aus, dass durch ein vorausgegangenes Trauma von Außen diese Kröten platzen. Bei den Tieren fehlte meistens die Leber oder auch andere innere Organe, was darauf schließen lässt, dass Vögel die Kröten attackiert und verletzt haben," so Dr. Wulf Ladehoff, Amtstierarzt in Altona zu www.paranews.net. "In Folge durch dieses Attackieren würden die Tiere später aufgasen und an den verklebten Wunden aufplatzen. Das ist bis jetzt die einzige vernünftige Erklärung, die wir haben."
Um dem Phänomen auf die Spur zu kommen legt sich vorläufig jede Nacht ein Biologe zwischen 2 und 3 Uhr auf die Lauer. Bis zur gänzlichen Klärung des rätselhaften Massensterbens wurde der Zugang zum Todestümpel vorläufig gesperrt.
(SvF)
Quelle: www.paranews.net
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