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Mannheim - Wie das Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene bereits am 3. April berichtete, sorgte eine äußerst seltene Sichtung am Himmel, für Aufsehen in einigen deutschen Astronomieforen. Die Sichtung wurde durch den User wie folgt beschrieben: "Ich habe vorgestern Abend um 23:15 Uhr und gestern Nacht um 22:30 h eine interessante gleichaussehende fliegende 3er Kombination gesehen. Zuerst sah ich einen Satelliten direkt von Nord nach Richtung Jupiter fliegen. Er flog dabei genau durch die Deichsel des Großen Wagens...so weit so gut. Dann aber folgten dem etwa 3 mag hellem Punkt 2 weitere gleichhelle Punkte die zueinander auf scheinbar exakt gleicher Höhe flogen. Kurzum, es sah aus wie ein Dreieck. Die Geschwindig der 3 ´Satelliten?´ war zueinander scheinbar gleich und gar nicht schnell. Es dauerte etwa 1 Minute, damit sie etwa 10 bis 15 Grad Grad flogen. Gibt es evtl. ein dolles Kopplungsmannöver im All, von dem ich nix weiß? Noch vor Jupiter schienen diese Punkte im Erdschatten zu verschwinden. Flugzeuge ausgeschlossen. Ich werde auf jedem Fall heute wieder gucken und versuchen, es im Bild festzuhalten. Wer was weiß, immer her damit."
Die Annahme des Users, es könne sich um Satelliten handeln, war nicht so verkehrt, wie der normal UFO Gläubige annimmt. Jedoch waren es besondere Satelliten, die immer wieder im Laufe der Zeit für besondere Sichtungen und Meldungen durch Hobby Astronomen sorgen. Die 3 Satelliten stammten mit hoher Wahrscheinlichkeit von dem amerikanische DoD, dem Department of Defense ( Verteidigungsministerium) bzw. von der US Marine und sind Spionagesatelliten, die sich als NOSS-Triplett bereits Ihren Namen in der Astronomie gemacht haben. Da diese Satelliten kaum öffentlich verzeichnet sind, kann ein Hobbyastronom leicht einer Verwirrung bzw. einer Verwechslung unterliegen. Diese Satelliten "fliegen" in einer bestimmten Formation, so dass das Auge des Betrachters leicht eine Art fliegendes Dreieck wahrnimmt. Einige Astronomen sprechen sogar davon, dass die Satelliten wie mit "Leinen" verbunden sind, da sie absolut gleichmäßig ihre Spur halten.
Bereits im Dezember 1971 wurden die ersten NOSS - Satelliten (Naval Ocean Surveillance System) zu Experimentierzwecken von der Raumfahrtanlage in Vandenburg / USA in das All geschickt. Über 15 solcher Satelliten wurden in insgesamt 3 Produktionsgenerationen in das All gesendet um Daten von der Erdoberfläche zu erhalten. Die dritte und bis jetzt letzte Generation der "Spy" - Satelliten wird auch heute noch durch die US Regierung gefördert und erweitert. So startete der neueste unter den sehenden Objekten am Himmel, NOSS 3-3 (A,B,C), wie die Satellitenspezifikation lautet, erst im Februar 2005.
Diese "fliegenden Dreiecke" sind nicht zu verwechseln mit den schwarzen Dreiecken, wie sie seit Anfang der 70er Jahre immer wieder verstärkt in Amerika auftreten. Da die Satelliten durch das Wiederspiegeln von Licht als Eckpunkte eines Dreiecks angesehen werden können, wird bei diesem Phänomen von einem Dreieck gesprochen. Die Satelliten sind meißtens in der Formation eines dreier Gespanns unterwegs, da dadurch bessere 3 dimensionale Bilder mit Entfernungen gemacht werden können. Jedoch darf man nicht die Testsatelliten und auch die Satelliten die für verschiedene Zwecke unter den NOSS Satelliten dienen (sog. Multiple Satellite Dispenser außer Acht lassen.
Die Bilder auf der linken Seite stellen eine NOSS Formation dar, die am 7. August 2003 in Amerika aufgenommen wurden.
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Jean Chiasson.
© 2005 www.paranews.net, (JB)
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