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Bild - Quelle 1:  Robert Pearce
Streit um den Homo Floresiensis
10.02.2005  19:00 Uhr




Die Spekulationen über eine 1 Meter große menschliche Lebensform, die durch Ihre Entdeckung letztes Jahr für große Aufregung in der Paleantologenwelt gesorgt hat, sind in der letzten Zeit leiser geworden. Wie im vergangenen Jahr berichtet wurde, nahm Professor Teuka Jacob von der Gadjah Mada Universität die Überreste der sieben gefundenen Kreaturen an sich und schloß diese in seinen Safe ein. Die Erlaubnis, dass andere Wissenschaftler die Überreste untersuchen durften, verweigerte er. Die Knochen erhielt er von einem Teammitglied der Expedition nach Flores, da er selbst nicht ein Mitglied dieser Forschungsreise war.

Professor Jacob hatte vergangenes Jahr gegenüber der australischen Presse geschildert, dass er die Knochen am 1. Januar wieder für andere Forscher freigeben würde. Die Zeit zeigte aber, dass er die Freigabe weder vollzogen hat, noch diese Aussage überhaupt anstreben würde. Der Leiter der damaligen Expedition, Mike Morwood, von der Universität Neu England, war bereits bei Jacob vor Ort in Indonesien um die Knochen wieder in seinen Besitz zu nehmen. "Der Direktor des Zentrums für Archäologie in Jakarta, Tony Djubiantono, hatte persönlich den Professor Jacob gebeten die Knochen zurück zu geben. Leider ohne Erfolg." so Morwood.

Am 7. Januar erklärte Professor Mordwood gegenüber dem Magazin "The Age", dass Tony Djubiantono einen förmlichen Brief an Jacob geschrieben hat, mit der Bitte die Knochen bis zum 1.Februar wieder zurück zu geben. Am gestrigen Mittwoch telefonierte Tony Djubiantono erneut mit Jacob und ermahnte ihn, die Knochen endlich zurück zu geben, da auch der 1. Februar erfolglos verstrichen sei. Professor Jacob wollte allerdings eine weitere Woche zur Forschung an den Knochen haben und würde sie dann entgültig zurück geben. Da die gesamten Versuche zur Herausgabe der Knochen scheiterten, hat sich Professor Mordwood nun an die Presse gewandt um öffentlichen Druck zu erzeugen. Im März wird eine Dokumentation im National Geographic nur über diese Gegebenheiten erscheinen

Professor Jacob ist im übrigen nicht wie andere Wissenschaftler der Meinung, dass es sich bei den Knochen um eine neu entdeckte Menschenart ( wie zum Beispiel der Homo Erectus) handelt, sondern um eine moderne menschliche Form die an einem Hirnfehler litten. Ebenso bestreitet er den Fund als anerkannt zu sehen, da auch nicht wie beschrieben ein weibliches Skellet als erstes endteckt wurde sondern ein männliches.

Die Forschung an diese Knochen könnte für die Menschheit von Bedeutung sein, da diese Art bis letztes Jahr noch nicht bekannt war und eine neue Geschichtsschreibung verlangt, wenn es bewiesen wird, dass es sich um eine neue Art des Menschen handelt. Eine entgültige Beweisführung wäre der DNA Test, welcher aber von Jacob bis heute verweigert wurde.

In den Fachkreisen ist Professor Jacob bereits für solche Taten bekannt. Ein Teammitglied des Professors, Bert Roberts von der Wollongong Universiät, beschreibt einen Vorfall von vergangenen Jahr, bei dem Jacobs sehr außergewöhnliche und seltene Versteinerungen sehr vielen Menschen zeigte und auch in die Hand gab. Damals wollte nur niemand die Situation zum kochen bringen.

Das Team selbst wird sich dieses Jahr erneut auf eine Expedition machen um weitere Knochen zu finden.
(Ler)
   Quelle: Stephen Cauchi, Science

   
   

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