Präsident läßt Journalisten verhaften
18.03.2005 09:45 Uhr
Wie wir bereits in dem Beitrag vom 14.3. berichteten, weigerte sich der malawische Präsident Bingu wa Mutharika seinen 100 Millionen Dollar Palast, der ihm von Staatswegen als Wohnsitz und Parlamentsgebäude zur Verfügung gestellt wurde aufgrund von merkwürdigem Phänomen zu nutzen. Die beiden Journalisten, Raphael Tenthani (BBC) und Mabvuto Banda (The Nation), welche diese Informationen veröffentlichten wurden am am 15.03.2005 auf Geheiß des Präsidenten verhaftet. Ihnen wird zur Last gelegt diesbezüglich eine falsche Meldung publiziert zu haben.
„Gewiss, wir haben den Artikel etwas aufgepeppt, aber die Grundinformationen sind stimmig. Wir stehen zu dem Inhalt des Artikels“, ließen sie bei der polizeilichen Vernehmung verlauten.
Gerade von seiner Belgienreise zurückgekehrt, bestritt Präsident Mutharika energisch von mysteriösen Geräuschen in Angst und Schrecken versetzt oder gar von unsichtbaren Nagetieren besucht worden zu sein. Auch hätte er niemals seinen Berater für religiöse Angelegenheiten Malani Mtonga beauftragt, mittels exorzistischer Maßnahmen dem Spuk ein Ende zu machen.
Er habe keine Angst vor Geistern; das Gebäude mit seinen 300 Zimmern sei einfach zu groß und unübersichtlich, beharrte der Präsident und verzichtet weiterhin auf die Nutzung des klimatisierten Gebäudes.
(SvF)
Quelle: Mail & Guardian online
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