Geheimnisvoller Fischregen in Amerika
22.12.2004 11:45 Uhr
Shropshire Town / USA - Einige merkwürdige Vorkommnisse gab es in Shropshire Town, nachdem eine Spaziergängerin, die gerade ihren Hund ausführte einen Flußbarsch mitten auf der Straße vorfand. Obwohl weit entfernt von dem nächsten Gewässer war das Tier noch am Leben und konnte von der Spaziergängerin Marian Ralphs gerettet werden. Nach ihren Angaben, hatte sie den Fisch, der immerhin ein Pfund wog, zunächst für eine leere Wasserflasche oder etwas ähnliches gehalten. Beim näherkommen entpuppte sich jedoch diese vermeintliche Umweltverschmutzung als ein Fisch außerhalb des Wassers.
Geistesgegenwärtig hob die überraschte Frau den, dem Erstickungstod nahen, Wasserbewohner auf und packte ihn in eine leere eigentlich für Hundekot bestimmte Tüte, einen sogenannten Poop-scoop Bag und eilte in ihre nahe gelegene Wohnung. Dort beförderte sie den Fisch in eine wassergefüllte Schüssel.
Der 500 Gramm schwere Barsch hat sich mittlerweile komplett erholt und ist wieder in der Wildnis ausgesetzt worden. Eine Erklärung, wie es den Süßwasserbewohner an diesen für ihn lebensfeindlichen Ort verschlagen hat, ist allerdings noch nicht gefunden. Neben anderen Möglichkeit ist möglicherweise ein Phänomen, das im Volksmund Fischregen genannt wird:
Bereits in dem griechischen Text Deipnosophistai (2. Jahrhundert nach Christus), einer Arbeit von über 800 Autoren, die von Athenaeus herausgegeben wurde, finden wir einen der ältesten Hinweise auf einen Fischregen:
"Ich weiß auch, dass es Fische regnet. Auf jeden Fall sagt Phoenias in dem zweiten Buch seines Werkes 'Eresian magistrate', dass es auf der Halbinsel einmal drei Tage lang ununterbrochen Fische geregnet habe, und Phiylarchus sagt in seinem vierten Buch, dass die Leute oft Fischregen erlebt haben."
Ebenfalls in der biblischen Überlieferung tauchen Schilderung auf, die sich als dieses Phänomen deuten ließen. So kann zum Beispiel die Froschplage, die Ägypten als Strafe auferlegt wird, als Regen von Wasserbewohnern interpretiert werden.
Es muss allerdings auch festgehalten werden, dass kein Fischregen je beobachtet wurde. So gesehen wartet dieses unerklärte Phänomen immer noch auf seine Lösung.
(HAM)
Quelle: Shropshire Star
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