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Entwicklung um den Biokraftstoff
Energieträger der Zukunft
21.05.2006 13:58 Uhr
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Archiv: Maisfeld
© public Domain
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Berlin/Deutschland - Die Deutsche Bundesregierung beschäftigt sich momentan intensiv mit der BtL (Biomass-to-Liquid)-Produktion als alternativen Kraftstoff, der ein großes Mengenpotenzial und gute technische Eigenschaften bietet. Aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit an die Motortechnik verbrennt der BtL-Kraftstoff vergleichsweise emissionsarm.
Zudem kann er in Form einer Beimischung oder auch als Reinkraftstoff in bestehenden Fahrzeugen ohne Anpassung der Motoren eingesetzt werden. Der Kraftstoff ist momentan jedoch an keiner Tankstelle erhältlich. Noch besteht Bedarf bei Forschung und Entwicklung und dem Bau von Versuchsanlagen.
Unterstützt wird die Bundesregierung von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Sie vollzieht Forschungsprojekte wie beispielsweise dem Energiepflanzen- und Pilotanlagenbau.
"Theoretisch ist jegliche organische Biomasse für die Herstellung nutzbar", so Torsten Gabriel, Pressesprecher der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe.
Die Biodiversivität muss jedoch bei der Biomasseerzeugung gewährleistet bleiben oder sich sogar erhöhen, deshalb fördert die FNR Projekte, in denen Kulturarten auf ihre Eignung als Energiepflanze getestet und gezüchtet oder züchterisch verbessert werden. Energiepflanzen seien beispielsweise Energiegetreide oder Energiemais, erläutert Gabriel.
Bei den Herstellungsverfahren für den Kraftstoff stehen verschiedene Ansätze zur Diskussion.
Die FNR unterstütze zusammen mit Unternehmen der Energieversorgung, des Anlagenbaus, der Mineralöl- und der Automobilwirtschaft, wie beispielsweise Shell, DaimlerChrysler und VW, zwei Projekte zum Bau von Versuchsanlagen. Ziel ist es dabei Rohstoffe zu verdichten, um deren Energiegehalt zu erhöhen.
BtL-Kraftstoff ist ebenfalls für die einheimische Land- und Forstwirtschaft als Rohstoffproduzenten interessant. Es müssen jedoch alle Ebenen der Prozesskette im Auge behalten werden. Für ihren Anbau bieten sich neue, auch unter Umweltgesichtspunkten vorteilhafte Methoden wie der Mischfruchtanbau oder das Zweikulturnutzungssystem an, bei dem pro Jahr mehrmals geerntet wird.
In ihrer Kraftstoffstrategie hatte die Bundesregierung vier Alternativen identifiziert, die das höchste Potenzial zur Verbrauchsminderung fossiler Kraftstoffe haben. Eine davon sind BtL-Kraftstoffe. Man geht davon aus, dass der BtL-Kraftstoff ökonomisch Konkurrenzfähig und ab 2010 einsetzbar sei. Die BtL-Produktion solle im Jahr 2020 bis zu 25 Prozent des Kraftstoffbedarfs ersetzten können, erklärt Gabriel abschließend.
(JB)
Quelle:
pte
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