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Iran-Problem
Russland ist beliebige Entwicklung recht
23.04.2006 14:03 Uhr
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Archiv: Die Ostmauer des Moskauer Kreml
© Public Domain
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Moskau/Russland - Russland ist nach Ansicht russischer Experten eine beliebige Entwicklung im Iran recht.
"Russland ist alles recht - vom Abbau der Spannungen um den Iran bis hin zu einer Militäraktion, weil dadurch die russischen Energieträger teurer werden", sagte der Direktor des Zentrums für politische Studien in Russland (PIR-Zentrum), Wladimir Orlow, am Freitag auf einer internationalen Konferenz in Moskau, die dem bevorstehenden G8-Gipfeltreffen in St. Petersburg und Problemen der Sicherheit gewidmet war.
Diese Position Russlands ermögliche es Moskau, "kaltblütiger als andere Spieler zu sein". Die gegenwärtige Situation um den Iran sei widersprüchlich. "Man darf ein Land nicht um seine letigimen Rechte bringen. Der Iran ist zur friedlichen Entwicklung der Atomindustrie und eigener Technologien berechtigt. Andererseits hat der Iran uns oft betrogen. Manchmal in Kleinigkeiten, aber manchmal auch ziemlich schwer. Aber wir wissen, dass der Iran sein eigenes Atomprogramm gehabt hat", fuhr der Experte fort.
"Bislang hat niemand auf der Ebene der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) die Frage klar beantwortet, ob der Iran die Absicht hat, Atomwaffen zu entwickeln. Das bedeutet nicht, dass die internationale Gemeinschaft dem Iran Atomforschungen verbieten darf."
"Das Recht des Irans auf ein friedliches Atomprogramm muss bekräftigt werden, und zwar unabhängig von der weiteren Entwicklung. Zugleich müssen alle Fragen, die dieses Programm betreffen, transparent werden."
Der Iran müsse laut dem Politologen zusätzlich kontrolliert werden, weil es noch ungeklärte Fragen in Bezug auf sein früheres Atomprogramm gibt. "Unter Berücksichtigung der mangelnden Aufrichtigkeit des Irans in der Vergangenheit muss in diesem Fall ein höherer Grad an Transparenz als bei anderen Ländern gefordert werden."
Orlow sagte ferner, dass der Iran gegenwärtig alle Arbeiten zur Urananreicherung einstellen, aber zugleich Sicherheitsgarantien der internationalen Gemeinschaft erhalten müsse. "Wie soll denn ein Staat reagieren, wenn er als Teil der 'Achse des Bösen' bezeichnet und ihm Gewalt angedroht wird? Selbst wenn der Iran nicht die Absicht hat, eine eigene Atombombe zu bauen, wird er jetzt gezwungen, gerade das zu tun", betonte der Experte.
(MF)
Quelle:
RIA Novosti
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