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Auf der Suche nach Gottes Gabe
Biomedizin im Vormarsch
Ein Artikel von RIA NOWOSTI
Online seit 18.02.2006 00:45 Uhr
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Eine der Aufgaben der Biomedizin besteht darin, die Neigungen der Menschen, die vererbten Talente noch am Lebensanfang zu erkennen und ihnen so zur richtigen Berufswahl zu verhelfen.
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Es gibt keine Menschen ohne potentielle Talente. Nicht von ungefähr sagt man ja: "In jedem von uns steckt ein Mozart." Wie aber kann man - möglichst noch am Lebensanfang - erraten, worin denn "Gottes Gabe" einer jeden Persönlichkeit besteht? Es gibt noch keine Antwort auf diese Frage, und unsere Berufswahl wird zumeist von Gefühlen, vom Zufall bestimmt. Leider irren sich viele auf diesem Weg. Ältere Menschen gestehen nicht selten: "Schade, dass ich mein Leben der Physik gewidmet habe, in mir steckt die Seele eines Geschichtsforschers." Oder eines Fliegers, eines Designers, eines Konditors etc. Zugleich gibt es Menschen, von denen man sagt: "Ein geborener Pädagoge", "ein von Gott begnadeter Chirurge" oder "er ist für Fußball wie geschaffen". Das sind Glückspilze, bei denen alles "übereinstimmt": der intuitive Hang zu ihrem Beruf, die soziale Möglichkeit, diesen auszuüben, das Vorhandensein entsprechender Charaktereigenschaften und das Wichtigste - die genetische Veranlagung zur Tätigkeit der eigenen Wahl.
"Wir alle unterscheiden uns voneinander durch das Genom", erklärt Professor Sergej Schischkin, Leiter des Labors für biomedizinische Forschungen des Institutes für Biochemie "Bach" der Russischen Akademie der Wissenschaften. "Diese Unterschiede können von diversem Charakter sein, darunter auch solche, die Einzel-Nukleotid-Polymorphismus genannt werden, da ein Nukleotid in zwei Genen ersetzt wird. Es gibt eine Vielzahl an Transitionen im Genom. Einige davon sind für die Muskelfunktion sehr wichtig."
Den Wissenschaftlern sind schon einhundert Genverbindungen bekannt, die beispielsweise in direktem Zusammenhang mit der athletischen Begabung stehen. Eine dieser Genverbindungen enthält das umwandelnde Enzym Angiotensin, das mit der Blutdruckregelung verbunden ist. Die Forscher hoffen, die "Genkette" zu ermitteln, die beispielsweise die athletische Begabung sowie das Sprung- und Ausdauertalent beim Marathon-Lauf bestimmen.
Das Labor von Professor Schischkin "ist auf Muskeln spezialisiert", das ist sein Hauptbereich. Im Grunde genommen ist man hier - bildlich ausgedrückt - "auf der Suche nach Gottes Gnade" im Menschen. Einstweilen wird im Bereich des Sports geforscht.
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Quelle:
Tatjana Sinizyna, Ria Nowosti
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