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Moskau/Russland - Russische Fachleute haben eine neue Klasse von Materialien mit nanokristalliner Struktur entwickelt. Das teilte die Wochenzeitung „Expert" in ihrem Artikel zu den Ergebnissen des "4. Wettbewerbs russischer Innovationen" mit. Als Sieger wurde in der Kategorie "Bestes Innovationsprojekt" eine Entwicklung des gesamtrussischen wissenschaftlichen Instituts für anorganische Materialien Akademiemitglied Andrej Botschwar (Moskau) anerkannt. Der Name des Projekts lautet: „Nanostrukturelle elektrotechnische Drähte mit anomal hoher Festigkeit und Elektroleitfähigkeit".
Die Wissenschaftler entwickelten Technologien zur Herstellung von Kupfer-Niob-Drähten (Cu-Nb), die so hart wie Stahl sind und deren Leitfähigkeit 50-70 Prozent der von hochreinem Kupfer beträgt.
Aus Sicht der Experten ist die Anwendung solcher Drähte im Maschinenbau, im Kraftfahrzeugbau und im Luft- und Raumfahrtbereich als zukunftsweisend.
Die vom Moskauer Institut entwickelten Technologien machen die Entwicklung von großen Magnetsystemen möglich, die Impulsmagnetfelder mit rekordverdächtigen Werten erzeugen können. Gegenwärtig sind an der Universität von Florida, USA, aus den vom Moskauer Institut entwickelten Drähten bereits Impulsmagnete hergestellt worden, die ein Magnetfeld mit einer Induktion von 75 Tesla schaffen. Die nächsten Pläne sehen die Schaffung eines Supermagneten mit einer Induktionsleitung von 90 Tesla vor.
Nanotechnologien sind Technologien, die mit kleinsten Objekten zu tun haben (1 Nanometer ist ein milliardstel Meter). Die Manipulation kleinster physikalischer Strukturen - Atome und Moleküle - eröffnen, den Prognosen von Fachleuten zufolge, unüberschaubare Perspektiven. Nanotechnologien könnten die Medizin, Energetik, Biotechnologien, Elektronik und andere Zweige von Grund auf verändern.
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