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 Kategorie: Vermischtes

Organische Computer auf dem Vormarsch

19.08.2005  08:05 Uhr



Siliziumkämme
© Volker Steger / Science Photo Library


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Berlin - Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Projekte für die erste zweijährige Phase des im Jahr 2004 eingerichteten Schwerpunktprogramms "Organic Computing" genehmigt. Aus insgesamt 59 eingereichten Projektvorschlägen hat nun eine internationale Gutachterkommission 18 Projekte ausgewählt. Auch das Fachgebiet "Kommunikations- und Betriebssysteme" von Prof. Dr. Hans - Ulrich Heiß am Institut für Telekommunikationssysteme der TU Berlin ist mit dem Projekt "Model-Driven Development of Self-Organizing Control Applications" beteiligt.

Im Mittelpunkt des Schwerpunktprogramms "Organic Computing", das unter der Leitung von Prof. Dr. Hartmut Schmeck der Universität Karlsruhe durchgeführt wird, stehen Computersysteme, die sich selbst organisieren, optimieren, reparieren, schützen und den Umgebungsbedingungen anpassen. Organische Computersysteme sind inspiriert von Ideen aus der Biologie. Sie basieren aber auf herkömmlicher Siliziumtechnologie. Ihre lebensähnlichen Eigenschaften wirken sich auf der Ebene des Gesamtsystems und beim Aufbau und Zusammenspiel ihrer Komponenten aus. Ziel der Forschung ist es, unter immer komplexeren Bedingungen anwenderfreundliche und sichere Informationsinfrastrukturen zu schaffen.

Im Forschungsprojekt von Prof. Heiß, Dr. Mühl und Dr. Weis an der TU Berlin geht es u.a. um Geräte, die komplexe Funknetzwerke bilden, deren Zusammensetzung sich durch neue Geräte oder Fehlersituationen ständig ändert und die daher eine fortlaufende Rekonfiguration erfordern. Damit sich der Benutzer um all dies nicht kümmern muss, sollen diese Systeme sich selbst organisieren, d.h. sich wie organische Systeme veränderten Situationen selbständig anpassen.

Ziel ist es, dass auch Nicht-Experten solche Systeme mittels einer einfachen abstrakten Modellierungssprache entwickeln können. Zur Umsetzung sollen geeignete Techniken verwendet werden, die sich an Vorbildern aus der Natur orientieren. DNA-Strukturen können in diesem Zusammenhang ein nützliches Vorbild sein.
(JB)


Quelle:
idw



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