Japanische Regierung auf Alien-Jagd
05.03.2005 18:19 Uhr
Zwei japanische Observatorien haben einen neuen Versuch begonnen, Zeichen für außerirdisches Leben im All zu finden. Bei der ersten regierungsunterstützten Suche nach Aliens werden sowohl Radio-Teleskope als auch optische Teleskope verwendet.
"Ich kann nicht vorstellen, dass es etwas besonderes wäre, wenn Leben wie auf der Erde anderswo im Universum existiert," erklärt Mitsumi Fujishita, Professor für Radioastronomie an der Kyushu Tokai Universität.
Die fünftägige Suche wird hauptsächlich am Nishi-Harima-Observatorium dem staatlich betriebenen astrogeodynamischen Observatorium in Mizusawa im Norden Japans durchgeführt.
Die Forscher weisen darauf hin, dass es auch schon frühere japanische Bemühungen gegeben hat, Hinweise auf außerirdische Zivilisationen zu entdecken, allerdings ist dies die erste Suche, die eine staatliche Unterstützung erfährt.
Das Observatorium von Mizusawa benutzt ein Radio-Teleskop mit einem Durchmesser von 10 Metern um Radio-Wellen im All zu orten. Das Rhe Nishi-Harima-Observatorium mit einem zwei Meter großen Reflektor-Teleskop, hilft Licht-Signale aufzuspüren.
Die Suche wird sich auf das Sternbild der Hydra konzentrieren, wo im Jahr 1988 ein US-Forscher Interesse erweckende Radio-Wellen entdeckt hatte. Die Hydra, die im deutschen auch Wasserschlange genannt wird, setzt sich aus einem offenen Sternhaufen und einem planetarischen Nebel zusammen. Der einzig leuchtstarke Stern Alphard aus der Hydra ist ca. 85 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Ein anderer Forscher räumt Probleme ein, die sich bei der Suche ergeben könnten: "Es wird sehr schwer werden, Hinweise zu winden, zumal wir nicht wissen, welche Radiowellen aus welcher Zeit oder von welchem Ort stammen. Aber auch wenn nichts gefunden wird, ist es wichtig herauszufinden, was das wissenschaftlich bedeutet."
Japan betreibt ein ambitioniertes Raumfahrt-Programm mit dem Ziel, bis zum Jahr 2025 eine bemannte Mondstation zu errichten. Erst am 2. März wurde ein Wetter-Satellit ins All geschickt, was die Unabhängigkeit von amerikanischen Satelliten sicherstellen soll und Anschluß an den lokalen Weltraum-Rivalen China sicherstellen soll.
Der Erfolg war dringend notwendig. 15 Monate zuvor noch ist ein ähnliches Projekt auf desaströse Weise gescheitert.
(My)
abc.net.au
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