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Suche nach dem Ursprung der Welt
Kooperation mit Holland in der Astrophysik
11.05.2006 10:26 Uhr
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Archiv: Falschfarben-Komposit der Zentralregion des Stephans Quintett.
© NASA/JPL-Caltech
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Düsseldorf/Deutschland - Im Beisein von Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart haben das Forschungszentrum Jülich und das niederländische astronomische Institut ASTRON (Dwingeloo / Drenthe) gestern in Düsseldorf einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die Infrastruktur für die Forschung erheblich stärken soll.
Dazu werden die Kräfte in der Supercomputer-Technologie durch den internationalen Aufbau eines besonders leistungsfähigen Radio-Teleskops (LOFAR) gebündelt: Bei dem Projekt sollen Radioantennen mit schnellen Datenleitungen vernetzt werden - allein 77 Antennenfelder werden über die Niederlande verteilt und weitere in Deutschland und benachbarten europäischen Standorten. Aus den gemessenen Signalen können Bilder des Himmels in bislang unerreichter Präzision errechnet werden.
Mussten bisher große Antennen mechanisch auf einzelne Himmelsobjekte ausgerichtet werden, um Signale aus dem All zu empfangen, vermögen die nun erstmals eingesetzten vielen verteilten kleinen Antennen den gesamten Himmel abzudecken. Dabei liegen die Vorteile, schwerfällige und teure Großteleskope durch viele, aber dafür flexiblere und kostengünstigere kleine Antennen zu ersetzen auf der Hand: Sie bieten eine bessere Auflösung und Genauigkeit der Daten, sind beliebig erweiterbar, modular einsetzbar und empfangen so sowohl mehr als auch bessere Signale aus dem All.
Damit werden der Astrophysik unvergleichliche Einblicke in das Universum ermöglicht - beispielsweise wird es erstmals möglich, Bilder von entfernten Galaxien in einer Auflösung und Qualität zu liefern, die Rückschlüsse auf die ersten Mikrosekunden nach dem "Urknall" zu¬lassen.
Um die gigantischen Datenmengen zu übertragen, zu speichern und zu verarbeiten, wird das Forschungszentrum Jülich seine Hardware und vor allem sein Know-how auf dem Gebiet der Supercomputer-Technologie in das gemeinsame Projekt einbringen. Dazu stellt es seine Erfahrung mit dem schnellsten Supercomputer Europas ("JUBL") zur Verfügung, der im März 2006 eingeweiht worden war und mit dem das Forschungszentrum sein Rechenzentrum auf Weltniveau ausgebaut hat. Der nordrhein-westfälische Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart bezeichnete die Kooperation als richtungweisend:
"Die deutsch-niederländische Kooperation zeigt, wie groß der Bedarf an Supercomputing ist, wie es das Forschungszentrum Jülich anbietet. Sie stützt auch das Forschungszentrum in dem Ziel, künftig Standort eines europäischen Höchstleistungs-Rechenzentrums zu werden."
Für das Forschungszentrum Jülich ist das Abkommen von besonderer Bedeutung, da es die dort vorhandenen Supercomputer und Datenspeicher für die Astrophysik nutzbar macht.
Dazu soll ein gemeinsames Simulationslabor für verschiedene astrophysikalische Anwendungen etabliert werden. Außerdem sieht sich das Forschungszentrum Jülich durch grenzüberschreitende Kooperationen wie diese in seinem Ziel bestärkt, Standort eines europäischen Höchstleistungs-Rechenzentrums zu werden, betonte auch der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrum Jülich, Prof. Dr. Joachim Treusch:
"Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Kräfte gebündelt werden. Die Kooperation mit den Niederlanden ist ein großer und wichtiger Schritt auf diesem Weg."
Der niederländische Generalkonsul, Johannes Arnoldus Maria Giesen, hat die Vereinbarung vor dem Hintergrund der sich daraus ergebenden Perspektiven für einen gemeinsamen Forschungs- und Wirtschaftsraum begrüßt:
"Ein europäisches Höchstleistungsrechenzentrum im gemeinsamen Wirtschaftsraum, betrieben von gut kooperierenden Partnern, wird die wirtschaftlich-technologische Entwicklung beider Seiten entscheidend fördern und damit wesentlich zu der vereinbarten Zusammenarbeit im Innovationsbereich zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen beitragen."
(JB)
Quelle:
idw
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