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Hirntumor-Risiko bei Handys
Studie belegt kein erhöhtes Risiko
30.01.2006 08:14 Uhr
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Archiv: CT eines menschlichen Gehirns
© DMB
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Mainz / Deutschland - Insgesamt gesehen wurden in Deutschland bei Nutzern von Handys und Schnurlostelefonen kein erhöhtes Risiko beobachtet, an einem Hirntumor (Gliom oder Meningeom) zu erkranken, so das Ergebnis der kürzlich beendeten Interphone Studie.
Für Personen, die seit zehn Jahren Handys nutzen, wurde ein leicht erhöhtes Risiko für Gliome gefunden. Allerdings kann dieser Befund erst nach Abschluss der internationalen Auswertung bewertet werden, da er aufgrund der kleinen Fallzahl auch ein Zufallsbefund sein könnte.
Mobiltelefone (Handys) und Schnurlostelefone emittieren - im Gegensatz zu "klassischen" Telefonen mit Schnur - hochfrequente elektromagnetische Felder. Zum Schutz der Bevölkerung gibt es Grenzwerte. Elektromagnetische Felder unterhalb dieser Grenzwerte verursachen nach derzeitigem Wissen keine Gesundheitsschäden.
Da Handys und Schnurlostelefone direkt an den Kopf gehalten werden, kommt die Strahlenbelastung insbesondere durch die Handys den Grenzwerten aber relativ nahe.
Zu dem Zweck der Hinterfragung, ob mögliche Gesundheitsschädigungen durch eine verstärkte Verbreitung der Mobilfunktechnolgie auftreten können, wurde im Herbst 2000 eine internationale Studie in 13 Ländern begonnen, die von der "International Agency for Research on Cancer (IARC)" in Lyon koordiniert wird (Interphone-Studie).
Auch in Deutschland wurden Regionen zu Studienzwecken benutzt. Hierzu wurden die Zentren Bielefeld, Heidelberg, Mannheim und Mainz auserwählt.
Zwischen Oktober 2000 und November 2003 wurden alle in diesen Regionen wohnenden und neu an einem Hirntumor erkrankten Personen im Alter zwischen 30 und 69 Jahren zur Teilnahme an der Studie eingeladen.
Insgesamt nahmen 366 Patientinnen und Patienten mit einem Gliom, 381 mit einem Meningeom und 97 mit einem Akustikusneurinom teil. Dies entspricht einer Teilnahmerate von mehr als 85 Prozent.
Die Kontrollgruppe waren 1.535 Personen, die zufällig aus der Bevölkerung der Studienregion ausgewählte wurden - das entspricht einer Teilnahmerate von 63 Prozent der angesprochenen 2.449 Personen. Mit Patienten und Kontrollpersonen wurde ein systematisches Interview durchgeführt.
Das internationale Ergebnis zeigt auf, dass insgesamt unter den Nutzern von Mobiltelefonen kein höheres Risiko beobachtet werden konnte. Entgegen der bereits veröffentlichten Teilstudien aus Schweden und Dänemark, zeigte sich im deutschen Teil jedoch ein tendenziell erhöhtes Gliomrisiko unter Langzeitanwendern von Mobiltelefonen (10 Jahre oder mehr). Der restliche Teil der deutschen Studie entspricht weitgehenst dem internationalen Schnitt.
Ergebnisse des deutschen Teils der Interphone-Studie:
Eine regelmäßige Nutzung eines Handys (d.h. mindestens einmal pro Woche) war nicht mit einem höheren Risiko verbunden, an einem Gliom oder Meningeom zu erkranken. Es wurde kein höheres Risiko mit ansteigender Nutzungsintensität beobachtet.
Auch unter intensiven Mobiltelefon-Nutzern, d.h. Personen, die ihr Handy mindestens 30 Minuten pro Tag nutzen, zeigte sich kein höheres Hirntumorrisiko.
Nur wenige Studienteilnehmer benutzten ein Mobiltelefon 10 Jahre und länger. Hierunter befinden sich vor allem Nutzer analoger C-Netz Telefone. Für diese Langzeitnutzer wurde eine Verdopplung des Risikos beobachtet, an einem Gliom zu erkranken.
Da das Ergebnis aber auf einer sehr kleinen Fallzahl beruht, kann dieses Ergebnis auch statistischer Zufall sein oder unbekannte Störfaktoren können eine Rolle spielen. Das Ergebnis erfordert aber Beachtung, weil in der Gruppe mit der längsten Nutzungsdauer ein Risiko auch am plausibelsten wäre.
In denjenigen Gehirnregionen (seitlich: temporal und parietal), die am stärksten durch die Strahlung der Mobiltelefone belastet werden, traten Tumore insgesamt nicht häufiger auf als erwartet. Dies wiederum stützt nicht die Hypothese eines ursächlichen Zusammenhangs.
Auch für die Nutzer von Schnurlostelefonen wurde kein erhöhtes Risiko beobachtet. Zwar arbeiten Schnurlostelefone mit deutlich weniger Sendeleistung als Handys, dafür ist die Nutzungsdauer oft sehr viel länger. Bei den schnurlosen Telefonen sendet in der Regel die zugehörige Basisstation dauerhaft hochfrequente Funksignale zu den Handgeräten (Hörern).
Die höchste Belastung durch solche Basisstation ergibt sich durch eine Aufstellung in Bettnähe, da hier von der längsten konstanten Bestrahlungsdauer ausgegangen wird. Personen, die die Basisstation ihres Schnurlostelefons in Bettnähe aufgestellt haben, hatten kein höheres Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken.
(JB)
Quelle:
idw
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