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 Kategorie: Medizin

Psychopharmaka gegen Schizophrenie

09.10.2005  08:32 Uhr



Medikamente
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Saarbrücken / Deutschland - Das Universitätsklinikum des Saarlandes präsentiert erste Ergebnisse der FAME I-Studie, die in Kooperation mit 300 an Schizophrenie erkrankten Patienten aus insgesamt neun Kliniken und Krankenhäusern der Region durchgeführt wurde. Teilnehmende Krankenhäuser waren die Uni-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Homburg unter Leitung von Professor Dr. Peter Falkai, die SHG Kliniken Saarbrücken, Merzig, Völklingen und Trier, das Marienhospital St. Wendel, die Klinik für Nerven- und psychosomatische Erkrankungen in Gleisweiler, das Städtische Krankenhaus Pirmasens und das St. Nikolaus-Hospital in Wallerfangen.

Die FAME I-Studie (FAME: Favoured Medication, bevorzugte Medikation) wurde mit freundlicher Unterstützung der BMW-Group Saarbrücken Neunkirchen durchgeführt, die kostenlos für die Dauer eines Jahres ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt hat, mit dem die Mediziner die einzelnen Kliniken anfahren konnten.

In der Bundesrepublik Deutschland und den westeuropäischen Ländern sind etwa 1% der Bevölkerung an Schizophrenie erkrankt. Die Erkrankung beginnt häufig im frühen Erwachsenenalter und ist gekennzeichnet durch einen Rückzug von Familie und Freunden, Verlust des Realitätsbezugs, Auftreten von Wahn oder Halluzinationen und der Unfähigkeit, sich konzentrieren und Schule oder Arbeit bewältigen zu können. Häufig treten auch Störungen im Denken und Angstzustände auf. Die Krankheit verläuft oft in Phasen und führt dazu, dass die Erkrankten häufig sehr verunsichert sind und sich wenig zutrauen.

Psychopharmaka (z.B. Neuroleptika) spielen eine wichtige Rolle in der Therapie. Sie lindern die Symptome, können die Gespanntheit vermindern und den Patienten befähigen, wieder über seine Krankheit hinaus mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Die kontinuierliche Einnahme von Antipsychotika ist der entscheidende Faktor zur Verhinderung von Rückfällen und zur Rehabilitation bei Patienten mit Schizophrenien.

Geringes Vertrauen in den Arzt oder die Art der Therapie, Uneinsichtigkeit, was die Schwere der Krankheit betrifft, Angst vor Nebenwirkungen oder auch einfach vor dem Stigma "verrückt" zu sein, bewegen manche Patienten jedoch dazu, ihre Medikamente nicht oder nicht wie verordnet einzunehmen. Dann sind Rückfälle vorprogrammiert - der Teufelskreis, die so genannte "Drehtür-Psychiatrie", beginnt. Es stellt sich eine für alle Beteiligten unbefriedigende Situation ein.

Obwohl Forscher zahlreiche äußere Einflussfaktoren auf dieses Verhalten erarbeitet haben, wurden bislang kaum persönliche Einstellungen der Patienten gegenüber spezifischen Substanzen und Darreichungsformen sowie die Bedeutung des therapeutischen Bündnisses zum behandelnden Arzt aus ihrer Sicht untersucht.

Im Rahmen einer Studie an neun psychiatrischen Kliniken im Saarland und angrenzenden Regionen wurden nun 300 Patienten - 174 Männer und 126 Frauen - mit Schizophrenien kurz vor ihrer Entlassung zu ihrer Einstellung zu medikamentösen Therapien befragt. Beim Ausbruch der Ersterkrankung waren sie im Schnitt 29 Jahre alt, und seit ihrer ersten Behandlung mit Antipsychotika sind durchschnittlich knapp neun Jahre vergangen. Die Patienten füllten einen Fragebogen aus, der u.a. auch die Beurteilung des wichtigen therapeutischen Bündnisses zwischen Arzt und Patient enthielt. Parallel beschrieben die behandelnden Ärzte ihrerseits den Krankheitsverlauf und das therapeutische Bündnis.

Ergebnis: 84% sahen derzeit die Notwendigkeit einer pharmakologischen Behandlung, 75% auch die Notwendigkeit über mindestens ein Jahr hinweg. Für die Langzeittherapie zogen die meisten Patienten Tabletten vor (67%), ein Depot war für 24%, ein chirurgisch implantiertes Abgabesystem für 9% die Therapie der Wahl.

"Ein großer Anteil der Patienten stimmte einer längerfristigen kontinuierlichen medikamentösen Therapie zu", fasst Privatdozent Dr. Frank-Gerald Pajonk, Geschäftsführender Oberarzt der Klink für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg, zusammen. "Die Einstellung zur Medikation hängt jedoch maßgeblich von der Einsicht in die Erkrankung und dem therapeutischen Bündnis ab und von den Erfahrungen mit den verordneten Medikamenten selbst. Wirksame psychoedukative Maßnahmen und ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arzt und Patient sind wesentliche Voraussetzungen für eine dauerhafte und verlässliche Einnahme der Medikamente, daran müssen wir weiterhin arbeiten."

Die Untersuchung wird als FAME II-Studie fortgeführt werden. Die Mediziner hoffen, Aufschluss über die Rückfallhäufigkeit bzw. die stationäre Behandlungsnotwendigkeit in Abhängigkeit vom Vertrauensverhältnis und dem therapeutischem Bündnis zu erhalten.
(JB)


Quelle:
idw

Universität des Saarlandes



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