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Mind-Control-Gerät für ALS-Patienten
30.09.2005 10:45 Uhr
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Archiv: Mind-Control-Gerät für ALS-Patienten
© Franz Appel
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Tokio / Japan – Japanische Forscher haben jetzt ein Gerät erfunden, welches es ermöglicht, Gehirnwellen und Blutströme im Gehirn zu messen. Auf diese Weise kann, anhand der Struktur der Messergebnisse, der Computer in dem Gerät zwischen den beiden gedachten Wörtern "Ja" und "Nein" unterscheiden.
Das Gerät Kokoro-gatari, das übersetzt soviel wie "Sprechen durch Gedanken" bedeutet, wurde von einer Reihe von Firmen, die an einem Gemeinschaftsprojekt beteiligt sind, entworfen. Mit dabei ist auch der japanische Verband für Betroffene der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), der sich zum Ziel setzte, den an ALS erkrankten Menschen auf diese Weise zu helfen. ALS ist eine unheilbare Krankheit, dessen Symptom eine fortschreitende Lähmungen aufweist. Patienten können nicht mehr sprechen oder mit den Augen blinzeln. Die geistigen Fähigkeiten bleiben jedoch von der Krankheit verschont. Hier könnte das Gerät als hilfreicher "Gedankenübertrager" fungieren.
Die Erfinder erklären, wenn der Patient "Ja" sagen wolle, dann müsste das Gerät beispielsweise ein Lied singen oder Rechenaufgaben lösen. Die dadurch ausgelöste Aktivität des Gehirnes des Patienten würde mit einer Binde, die um den Kopf des Patienten gelegt ist, registriert werden.
Will der Patient entspannen, dann müsse er nur "Nein" denken und die Blutströme im Gehirn würden keine Änderung aufweisen. Der Kokoro-gatari kann, in einer Zeit von 36 Sekunden, die Antwort des Patienten übermitteln, und hätte eine Fehlerquote die momentan noch im Bereich von etwa 20% liegt.
Ende des Jahres soll das Gerät für umgerechnet 3.500 Euro auf dem Markt zu erwerben sein, aber der Export wäre noch nicht in Planung, gab der Forschungsstab an.
(Nos)
Quelle:
www.paranews.net
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