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Darmstadt - Wissenschaftler der europäischen Weltraumbehörde ESA planen speziell für die Datensammlung von Naturkatastrophen eine Satellitenüberwachung, um künftig genauere Informationen über z.B. Flutkatastrophen zu erhalten. Dies gab der stellvertretende Direktor des europäischen Satellitenkontrollzentrums ESOC, Jean Francois Kauseler, gegenüber der Presse bekannt.
In wissenschaftlichen Kreisen wird spekuliert, dass das neuartige System auch bei drohenden Katastrophen zum Zwecke einer Evakuierung von Nutzen sein könnte.
Nicht nur der deutschsprachige Raum wäre in das System involviert, sondern auch rund 60 weitere Staaten weltweit. Das Projekt, welches sich Global Monitoring for Enviroment and Security oder kurz GMES nennt, wird in Gemeinschaftsarbeit zwischen der EU und der ESA geplant und soll voraussichtlich im März 2010 fertiggestellt sein.
Das System soll als Ersatz für den europäischen Umweltsatellit ENVISAT , der 2002 die Flutkatastrophe von Mitteleuropa in Bildern festhielt, dienen. Die Kosten für das neue System soll nach Angaben eines Pressesprechers der ESA etwa 3 Milliarden Euro kosten. In der Konferenz der Forschungsminister in Berlin im Dezember diesen Jahres soll die Zweckbestimmung und die Kostenfestsetzung entschieden werden.
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