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Vientiane / Japan - Zwei der Hauptverursacher von Treibhausgasen, die USA und China, treten ab sofort einem neuen Klimabündnis bei, das anders als das Kyoto-Protokoll weder bindend noch mit Sanktionen versehen ist, berichtet BBC-Online. Auch Australien, das sich geweigert hat, das Kyoto-Protokoll zu unterzeichnen, hat mit großer Begeisterung den Vorschlag aufgenommen. Wesentlich sei, betonen die zuständigen Politiker, dass der Wirtschaft kein Schaden zugefügt werde. Der neue Pakt wurde beim Asian Summit in Laos aus der Traufe gehoben.
Die US-Initiative will wie schon zuvor angekündigt, in erster Linie auf neue Technologien setzen. Von Einsparungen und Reduktionen per se ist dabei kaum die Rede. Sanktionen für nicht Einhaltung von zuvor getroffenen Vereinbarungen fehlen. Jeder Staat macht, was er kann. Das neue Klimabündnis setzt auf Individualität. Japan, das das neue Bündnis begrüßt, hat in einer ersten Äußerung gemeint, dass dieses Vertragswerk bei weitem keine Alternative zum Kyoto-Protokoll darstellt.
Die Argumentation der beiden Kyoto-Gegner USA und Australien war auch, dass es eine Absenz der Entwicklungsländer beim Klimaregelwerk gebe. Kritiker haben den beiden Ländern vorgeworfen, dass die meisten dieser Länder - mit Ausnahme von Indien und China - aber nur marginale Verursacher von Treibhausgasen seien. Die weltgrößten Produzenten sind die USA, Australien, Indien, China, Südkorea und Japan. Sie sind für rund 50 Prozent aller Emissionen verantwortlich.
Der australische Umweltminister Ian Campbell hat erst gestern, Mittwoch, in Perth erklärt, dass das Kyoto-Protokoll ohnehin sinnlos sei. "Die Treibhausgase steigen um 40 Prozent und wir brauchen eine Reduktion um 50 Prozent. Daher müssen wir etwas finden, das besser funktioniert".
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