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Kleiner Forscher

Dabei seit: 17.09.2006
Beiträge: 121
Herkunft: Meckl.-Vorpommern
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| 4.Fatima-Geheimnis und ALF/ULF-Synthese |
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Da ich freundlicherweise vom kürzlichen Erscheinen des Buches "Das vierte Geheimnis von Fatima" (auf italienisch), siehe http://www.kreuz.net/article.4252.html , informiert wurde, möchte ich diesen Hinweis gern an Interessierte weitergeben. Es ist auch recht aufschlußreich, was die Diskussion über das Werk des Autors Antonio Socci, ein Journalist, der jahrzehntelang in der katholischen Laienbewegung "Comunione e Liberation" wirkte, für unterschiedliche Resonanz auf jener recht linientreuen Kath.-Webseite hervorbrachte.
Inhaltlich geht es ja darum, dass die 2000 (mit 40 Jahren Verspätung) erfolgte Veröffentlichung der 3. Fatima-Prophezeiung zwar nicht falsch, aber eben sehr unvollständig ist: über die tiefe Glaubenskrise, den Verrat eines Teils der Hierarchie, über die Katastrophe, die über die Kirche hereinbrechen wird, wird nur teilweise und nur in salomonischer Umschreibung berichtet.
Selbst Kardinal Chiappi, Haustheologe von JP 2, sprach offenbar davon, dass im 3. Fatima-Geheimniss vorhergesagt wird, dass der Glaubensabfall in der Kirche von der Spitze her erfolgen wird. Es wurde diesbeüglich ein damaliger aufschlussreicher Brief von Pius an einen Grafen Galeazzi erwähnt und auch der sonst linientreue Theologe und Fatima-Kenner P.Siegl ist der Meinung, dass 2000 nur ein Teil der Wahrheit veröffentlicht wurde (was jener aber für ein "Versehen" des Vatikans hielt). Lt der übermittelten Aussage eines Paters soll selbst Ratzinger intern dazu geäußert haben: "Mir waren die Hände gebunden".
Es ist auch bemerkenswert, dass man, offenbar um Schlimmeres zu verhüten, unmittelbar nach dem Tod der Nonne Lucia deren Klosterzelle versiegelte und dass ein "Tagebuch" von Lucia existiert...
Zum Kontext des Szenarios passt es irgendwie auch, dass (was gar nicht so bekannt ist) die eigentliche Botschaft von La Salette, die 1897 als "Melanies Geheimniss" gedruckt wurde, dem Heiligen Stuhl keineswegs gefallen und er den Text als Lektüre den Gläubigen verboten hat (warum wohl ?).
Das Spektrum der Gegenargumente und Ausreden gegenüber den offenbar minderwertigen "Privatoffenbarungen" ist ja breit, sie sind entweder reines "Satanswerk" oder es wird gegen "Verschwörungstheoretiker" polemisiert: dass es ein durchaus gesetzmäßiger Prozess ist, der innerhalb eines jeden Glaubensdogmas (ebenso wie in der Ex-DDR), wenn es lange genug mit der "Macht" (Macht macht korrupt!) liiert ist, zur "Erstarrung", usw. führt, kann und will man offenbar "oben" nicht erkennen bzw. wahrhaben...
Also wird man nicht auf entsprechende Warnsignale - siehe "Befreiungstheologie", Küng, Drewermann usw. - reagieren, solange noch "Zeit" ist und das Schicksal der starren Betonkopf-Fraktion wird seinen Lauf nehmen ( der...in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf...).
Warum sollte man auch zur Selbstkritik und Verallgemeinerung neigen, wo doch der Weg der Ignoranz viel einfacher und bequemer ist...
Bleibt dass Hoffnungszeichen, dass Perioden von erzkonservativen Dogmatismus und Stagnation machmal in die Ära eines "Neuen Denkens", einer "Glasnost" führt, welches aber nicht unbedingt "Systemzusammenbruch" bedeutet, sondern z.B. die Identiät einer Maria als gütige "Jesusmutter" erkennen lässt, die eine kreative und sinnvolle, wissenschaftlich nachvollziehbare Synthese aus ALF und ULF (AusserirdischeLebensForm/UnsereLiebeFrau) beinhaltet und somit trotz aller Verleugnungspolitik des Apparats, einen Schritt in die richtige Richtung darstellen dürfte...
Ausserdem relativiert eine derartige Betrachtungsweise die zeitgenössischen Mißverständnisse/Verbrechen 400 Jahre nach Giordano Bruno; es gilt ja, Geschichte nicht (wie allg. üblich) zu ignorieren, sondern sie möglichst zu erkennen und also aufzuarbeiten.
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