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Zum Ende der Seite springen Das weltweite Bienensterben
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SLD
Wurstfachverkäufer


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Dabei seit: 01.07.2006
Beiträge: 65

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Zitat:
Original von SAURID


Von Mais gibt es KEINE (!) WILDFORM. geschockt
Das heißt, daß diese Pflanze allen Anschein nach von "außerhalb" gekommen sein muß, mit großer Wahrscheinlichkeit sogar eine bereits vor zigtausenden von Jahren künstlich generierte - genetisch manipulierte - Pflanze ist.




Soweit ich weiss entstanden Mais aus der Kreuzung und domestizierung verschieder Teosinte (?) Pflanzen.
Daraus zu schließen er käme von außerhalb und entstand durch künstlich generierte Pflanzen finde ich nicht so plausibel.

Er enstand aus Kreuzungen verschiedener Pflanzen und wurde domestiziert ... nichts außergewöhnliches auf unserem Planeten.

Korrigiert mich wenn ich irre smile

mfg SLD
27.03.2007 19:20 SLD ist offline E-Mail an SLD senden Beiträge von SLD suchen Nehmen Sie SLD in Ihre Freundesliste auf
DD1GV DD1GV ist männlich
Suche Taxi zum Mond!


Dabei seit: 27.06.2006
Beiträge: 180
Herkunft: Venus wäre schön!

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> Der Gen-Mais ist eh nicht fortpflanzungsfähig. Wen interessieren dabei dann also noch die Bienen?

<Mutmaßung Anfang>
Boah ... vielleicht ist es Absicht, vielleicht wären Bienen der Fortpflanzung des Gen-Mais zuträglich.
<Mutmaßung Ende>

ERGÄNZUNG:

im Gen-Info Nachrichtensammlung, Band 40, Eintrag 11- 1. Bienen-AIDS (4) (Klaus Schramm) wird hierzu einiges gesagt.
Inkl. einiger Zeitungszitate.

Ich denke im Interesse aller, daß ein posten hier zulässig ist.


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Meldungen des Tages:

   1. Bienen-AIDS (4) (Klaus Schramm)


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Hallo Leute!

Hier noch ein eher beschwichtigender Artikel aus der 'Welt' und einige
mittel-interessante Artikel aus regionalen Zeitungen.

Ciao
   Klaus Schramm


DIE WELT - 8. März 2007

Macht Genmais die Bienen allergisch?

Die Regeln für den Umgang mit Genmais sollen strenger werden. Den Imkern reicht 
das nicht. Sie fürchten um ihre Völker. Die Anbauflächen haben sich in 
Deutschland in den letztenn Jahren =
verdreifacht - vor allem im Osten, in Baden-Württemberg und Bayern.

Von Elke Bodderas und Silvia von der Weiden

Am Donnerstag hat Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer seine Regeln für 
den Umgang mit Gentech-Pflanzen in Deutschland vorgestellt. Im Wesentlichen sind 
sie verschärft worden. Außerdem kann künftig haftbar gemacht werden, wer die 
Laborgewächse auf den Acker bringt.

Doch den Imkern reicht das nicht - sie wollen nun vor Gericht ziehen, um ein 
völliges Anbauverbot vom sogenannten Bt-Mais in Deutschland zu erwirken, von der 
einzigen Gentech-Pflanze, die hierzulande in großem Maßstab auf den Acker darf. 
Die Pflanzen produzieren infolge eines neu eingeführten Gens einen für 
Schadinsekten giftigen Wirkstoff, das Bt-Toxin, das sie vor dem Befall schützt. 
Die Anbauflächen mit =
Bt-Mais haben sich in Deutschland in den letzten Jahren fast verdreifacht. Lagen 
sie 2005 noch bei insgesamt 350 Hektar, waren es 2006 bereits 950 Hektar. Für 
dieses Jahr sind bereits 3770 Hektar angemeldet worden. Vor allem in den 
östlichen Bundesländern wird Bt-Mais angebaut, dazu kommen Baden-Württemberg und 
Bayern.

--
Fast die Hälfte der deutschen Genmais-Flächen in Brandenburg
http://www.welt.de/multimedia/archive/00179/genmais_DW_Wissensc_179274g.j=
pg
Foto: DDP | Gentechnisch veränderte Maispflanzen auf einem Feld bei Hohenstein 
in Brandenburg
--

Weltweit ist der Mais die mit Abstand am häufigsten angebaute Nutzpflanze. 
Frankreich und Spanien zusammen - so groß ist inzwischen die Fläche, die 
weltweit die Gentech-Pflanzen für sich beanspruchen. In Zahlen sieht das so aus: 
Auf 102 Millionen Hektar Fläche wachsen die Pflanzen weltweit. Doch belastbare 
Studien gibt es zum Genmais nur wenige - die meisten haben widersprüchliche 
Ergebnisse. Geht es nach =
Seehofer, so wird künftig beim Anbau von gentechnisch verändertem Mais ein 
Abstand von 150 Metern zu Feldern mit konventionellen Pflanzen vorgeschrieben. 
In die Kritik geraten war der Gentech-Mais besonders, weil Pollen unkontrolliert 
von Acker zu Acker flogen und sich munter mit herkömmlichen Pflanzen kreuzten.

Vor allem Ökobauern sahen das mit Besorgnis. Doch die dürften künftig durch die 
neuen Haftungsregeln geschützt werden. Ihre Bienen leiden seit Jahrzehnten an 
der Milbe Varroa destructor, einem parasitären Blutsauger. Bisher gab die 
Wissenschaft allerdings Entwarnung. Auch mit gentechnisch verändertem Maispollen 
gefüttert und mit Bt-Toxin überschüttet, haben die Insekten weder 
Sammelhemmungen noch Nachwuchsprobleme. Aufhorchen lässt aber eine Studie des 
Instituts für Zoologie der Universität Halle. In einem Flugzelt eingesperrte 
Bienen wurden sechs Wochen lang mit hoch konzentriertem Genmais-Pollen-Müsli 
gefüttert. Als die Tiere zufällig an einem Parasiten erkrankten, waren die 
Verluste bei den =
Versuchstieren wesentlich höher als bei der Kontrollgruppe mit herkömmlicher 
Kost. "Wir wissen nicht genau, woran das liegt", sagt Versuchsleiter 
Hans-Hinrich Kaatz. "Es könnte sein, dass das Toxin an die Epithelzellen im Darm 
andockt, zu wirken beginnt und dadurch die Biene so stark schwächt, dass sie dem 
Parasiten schutzlos ausgeliefert ist."

Aber auch der umgekehrte Fall ist möglich: Erst der Parasitenbefall schwächt die 
Biene so, dass das Toxin wirken kann. Kaatz gibt aber zu bedenken, dass die 
Bienen im Versuch der Uni Halle eine zehnmal höhere Dosis an Bt-Toxin erhielten, 
als im Pollen normalerweise vorhanden ist.

http://www.welt.de/wissenschaft/article752597/Macht_Genmais_die_Bienen_al=
lergisch.html


Braunschweiger Zeitung - 24.03.2007

Imker fürchten Bienentod
       
Vermutung: Pestizid und Genmais könnten Gründe für das Insektensterben sein
       
Von Reinhard Wagner

HELMSTEDT. Bienenvölker verlassen ihre Stöcke, der Nachwuchs stirbt. Die Imker 
aus dem Kreis Helmstedt vermuten dahinter zwei Gründe: Pestizide und Genmais. 
Auch Adalbert Brunn, Vorsitzender des Imkervereins Schöningen und 
Kreis-Wanderwart, hat bereits Bienenvölker verloren.

Immer wieder mal würden Bienen im Winter sterben. Ihre Kadaver liegen dann im 
Stock. Imker hätten jedoch vor einigen Jahren festgestellt, dass ganze 
Bienenvölker verschwunden sind. Die Erklärung sei ein Pestizid gewesen, das beim 
Obstanbau eingesetzt worden sei, sagt Brunn. Es verhindere bei Insektenpuppen 
die Häutung. Auch Bienen hätten dieses Gift an ihre Brut verfüttert, die daran 
eingegangen sei. Daraufhin hätten die Bienen den Stock verlassen.

Das Pestizid sei 2000 vom Markt genommen worden. Drei Jahre später habe es 
wieder keinen Bienennachwuchs gegeben. Erneut seien Völker verschwunden, auch 
bei Brunn. Er und seine Imkerfreunde nehmen an, dass die Ursache wieder das 
Pestizid sein könnte.

Als Hintergrund vermuten sie einen verstärkten Maisanbau zur Energiegewinnung 
wie im Südkreis Helmstedt. Die Frucht mache bei den Bienen inzwischen 20 Prozent 
des Jahreseintrags an Pollen aus. Da der Mais nicht als Lebensmittel genutzt 
werde, dürfe das Pestizid eingesetzt werden, mutmaßt der Imker.

Ein anderer Zusammenhang könnte mit dem Einsatz von genmanipuliertem Mais 
bestehen. Ein solches Produkt werde zu Forschungszwecken von der Biologischen 
Bundesanstalt Braunschweig bei Sickte, Lehre-Wendhausen und Braunschweig 
angebaut, weiß Brunn aus unserer Zeitung (siehe Niedersachsen-Seite vom 20. 
März).

Der Imker aus Schöningen verweist in diesem Zusammenhang auf Untersuchungen aus 
den Vereinigten Staaten, in denen ein Bienensterben auf Grund von Genmais 
nachgewiesen worden sei.

Andere Erklärungen für die Bienenverluste gebe es laut Brunn nicht. Er und viele 
andere Imker würden nur noch "saubere" Standorte am Elm, Dorm, Lappwald oder an 
den Tagebauen wählen. Dass die Bienen über diese Flächen hinaus fliegen, um dann 
auf dem mit Pestizid belasteten Mais oder auf Gen-mais zu landen, könne nicht 
verhindert werden.

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http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2044/artid/6542941

Braunschweiger Zeitung - 20.03.2007

NIEDERSACHSEN

Gen-Mais kommt in unsere Region

Bauern-Bündnis gegen Versuchsanbau
Von Elke Ebeling

BRAUNSCHWEIG.  Die Gen-Mais-Sorte Mon 810 wird in diesem Frühjahr zu 
Forschungszwecken an drei Standorten in unserer Region angebaut: in Sickte, 
Lehre-Wendhausen und Braunschweig. Dagegen protestiert das Bündnis für die 
gentechnikfreie Landwirtschaft in Lüneburg.

Die rund 5000 Bündnis-Mitglieder, konventionell wirtschaftende Landwirte und 
Bio-Bauern, befürchten, dass Mais auf angrenzenden Feldern durch Pollenflug 
verunreinigt wird.

Der Versuchsanbau finde seit zwei Jahren statt, ohne Ergebnisse oder Schäden 
publik zu machen, betont Bündnis-Sprecherin Annemarie Völling. Das weist die 
Forschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig zurück.

Die politischen Vorgaben für den Test-Anbau seien fern jeder Realität am Markt, 
sagt Völling. Deutschlands größter Mühlenbetrieb, die Kampffmeyer Mühlen, nähmen 
keinen Mais ab, der mehr als 0,1 Prozent Gen-Anteil aufweise. Die 
Forschungsanstalt für Landwirtschaft und die Biologische Bundesanstalt 
orientierten sich aber am EU-Kennzeichnungs-Schwellenwert für Lebensmittel von 
0,9 Prozent.



Der Text umfaßt eigentlich mehr Zeitungskommentare / Zeichen, aber da ich hier nicht zwei Beiträge hintereinander posten darf ...

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von DD1GV: 28.03.2007 11:41.

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Danke, demnach gibt es also mehrere Sorten von Gen-Mais. Ich hatte immer nur die US-Variante im Hinterkopf, mit der durch ihre Fortpflanzungsuntauglichkeit beabsichtig gewesen war andere Länder in wirtschaftliche Abhängigkeit zu bringen, und dieses nicht durch irgendein sekundäres Produkt, sondern direkt über die Ernährungsgrundlage...

Nun haben wir da wohl noch einen anderen Gen-Mais, welcher dort eingesetzt wird, wo der Widerstand gegen diese Produkte am Größten ist, in Europa. Das Zeug ist nun also doch im Stande in potentem Pollenflug zu machen und unsere Mais-Saaten zu kreuzen, ohne daß wir das Gen-Zeugs selber anbauen wollten. Ein paar "Versuchsflächen" sollen es da wohl bringen, und über die Jahre gesehen, über die Jahre gesehen... unglücklich

Ein verdammter Wirtschaftskrieg ist das!!! (oder gar mehr?)
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