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 Kategorie: Astrophysik

Die Mär von der Überlichtgeschwindigkeit

Ein Artikel von Dr. Monika Maintz
Online seit 04.11.2004  23:35 Uhr




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Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einem Zug, der mit Lichtgeschwindigkeit dahin rast. Sie gehen in diesem Zug mit 1 km/h spazieren. Bewegen Sie sich dann insgesamt mit Überlichtgeschwindigkeit? Die klare Antwort ist: nein! Sie könnten auch mit 10 km/h oder noch schneller durch den Zug laufen. Sie würden es trotzdem nicht schaffen, schneller zu werden als das Licht. Doch woran liegt das?

Aus unserer Alltagserfahrung wissen wir, dass sich einzelne Geschwindigkeiten zu einer Gesamtgeschwindigkeit aufaddieren. Ein gutes Beispiel dafür sind zwei Personen, die zur selben Zeit eine Rolltreppe betreten. Die eine Person bleibt stehen, die andere geht auf der fahrenden Rolltreppe nach oben. Wer kommt zuerst am Ende der Treppe an? Natürlich die Person, die auf der Rolltreppe nach oben geht. Sie muss sich insgesamt schneller als die Treppe bewegen, sonst würden beide Personen, die stehende und die gehende, zum gleichen Zeitpunkt das Ende der Rolltreppe erreichen. Eine Geschwindigkeitsmessung würde zeigen, dass sich die Gesamtgeschwindigkeit der gehenden Person aus ihrer eigenen Geschwindigkeit und der der Rolltreppe gemäß "1 + 2 = 3" zusammensetzt. Einzelne Geschwindigkeiten summieren sich also doch auf. Dies widerspricht grundlegend der oben gemachten Aussage. Dennoch sind beide Behauptungen vollkommen richtig.

Albert Einstein hat im Jahre 1905 im Rahmen seiner Speziellen Relativitätstheorie gezeigt, dass die Gesetze, nach denen sich Geschwindigkeiten addieren, deutlich komplizierter als die im Alltag übliche Rechenregel "Geschwindigkeit 1 + Geschwindigkeit 2 = Gesamtgeschwindigkeit" sind. Um die Gesamtgeschwindigkeit exakt zu berechnen, muss man die Summe der beiden Geschwindigkeiten 1 und 2 zusätzlich durch einen bestimmten mathematischen Ausdruck, einen Korrekturterm, teilen. Dieser beinhaltet unter anderem das Verhältnis der beiden Einzelgeschwindigkeiten 1 und 2 zur Lichtgeschwindigkeit.

Betrachtet man Geschwindigkeiten, die deutlich kleiner als Lichtgeschwindigkeit sind, so wird das Verhältnis der Einzelgeschwindigkeiten zur Lichtgeschwindigkeit und damit der Korrekturterm sehr klein. Dies gilt für alle Geschwindigkeiten, die wir aus dem Alltag kennen. Bei extrem hohen Geschwindigkeiten, die sich im Bereich der Lichtgeschwindigkeit befinden oder diese sogar erreichen, wird der Korrekturterm jedoch sehr groß und spielt bei der Berechnung der Gesamtgeschwindigkeit eine immer wichtigere Rolle. Er ist in jedem Fall, das heisst für grosse und für kleine Geschwindigkeiten immer größer als 1. Für die Addition von Geschwindigkeiten gilt folglich, dass man die Einzelgeschwindigkeiten immer durch einen Wert teilen muss, der größer als 1 ist. Die exakt berechnete Gesamtgeschwindigkeit ist daher zwangsläufig immer kleiner als die Summe der Einzelgeschwindigkeiten.

Dieser Effekt ist im Bereich niedriger Geschwindigkeiten (klein im Vergleich zur Lichtgeschwindigkeit) so winzig, dass er bei der Berechnung der Gesamtgeschwindigkeit guten Gewissens vernachlässigt und daher weglassen werden kann. Für Geschwindigkeiten, mit denen wir im Alltag zu tun haben, gilt also weiterhin, dass sich die Einzelgeschwindigkeiten zur Gesamtgeschwindigkeit wie "1 + 2 = 3" addieren. Im Falle extrem hoher Geschwindigkeiten (im Bereich von etwa 500000facher Schallgeschwindigkeit bis hin zur Lichtgeschwindigkeit) wird dieser Effekt jedoch sehr groß. Um die Gesamtgeschwindigkeit eines Objekts richtig zu berechnen, muss nun die Summe der Einzelgeschwindigkeiten durch den oben beschriebenen Korrekturterm geteilt werden. Deshalb bewegt sich eine Person, die in einem mit Lichtgeschwindigkeit dahinrasenden Zug spazieren geht, immer zwingend langsamer als das Licht. Selbst wenn sie mit Lichtgeschwindigkeit durch den Zug laufen würde, ergäbe sich als ihre Gesamtgeschwindigkeit nur die Lichtgeschwindigkeit. Überlichtgeschwindigkeit kann sie also niemals erreichen. Die beiden Behauptungen zu Beginn widersprechen sich folglich nicht.


Quelle:
www.paranews.net, MM



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