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Steiermark / Österreich - Vergangenen Freitag musste sich ein 43jähriger "Heiler" wegen Betruges vor Gericht verantworten. Für insgesamt 10.000 Euro befreite der Angeklagte angeblich eine Völkermarkter Familie von einem Fluch. Nun wurde erst einmal der Prozess vertagt.
Eine Angehörige der Völkermarkter Familie sagte aus: "Er hat uns alles Mögliche versprochen. Er könnte uns sogar von Schmerzen befreien und Krankheiten heilen, hatte er gesagt. Der Steirer "Heiler" behauptete, dass er schon Prominente, wie zum Beispiel Hermann Maier, behandelt habe. Wir sind auf ihn reingefallen", sagte die Frau aus. Die Tilgung eines angeblich auf der Frau lastenden Fluches kostete die Familie rund 10.000 Euro.
Die Zeugin sagte vor Gericht folgendes aus: "Eines Tages ist der "Heiler" gekommen, hat ein Feuer gemacht, Schwefel und Eierschalen hingelegt und einen Nagel darauf gehalten." Richter Gerhard Pöllinger fragte daraufhin erstaunt: "Dafür zahlten Sie soviel Geld?"
Die Zeugen fanden selbst keine Erklärung für ihr ungewöhnliches Handeln. Der Verteidiger des Angeklagten wies die Vorwürfe gegen seinen Mandanten mit der Begründung zurück, es sei "schwachsinnig". Einige andere Kunden des Angeklagten entlasteten den mutmaßlichen Heiler. Sie sagten aus, dass sie zufrieden waren, mit der Arbeit des "Heilers" und auch mit der einhergehenden Schmerzbehandlung. Nach zehn langen Zeugenaussagen war für den Richter immer noch keine eindeutige Klarheit im Sachverhalt zu erkennen. Für ihn stellte sich die Frage, ob nun der Angeklagte die Opfer betrog oder ob ein Familienzwist hinter der Angelegenheit steckt, denn es kam bei den Vernehmungen heraus, dass einer der Zeugen den Steirer beschuldigte, seine Frau ausgespannt zu haben. Die Verhandlung wurde vertagt, um weitere Beweise und Informationen seitens des Gerichts heranzuziehen.
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