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New Orleans / USA - Für viele Einwohner New Orleans gibt es jetzt eine Zeit "vor Katrina" und eine Zeit "nach Katrina". Auch für Pfarrer Darryl Tate von der evangelisch-methodistischen Kirche St. Luke hat sich das Leben drastisch verändert und eine neue Zeitrechnung hat begonnen. Einen Monat nach seiner spontanen Flucht vor den Fluten kam er zurück zu seiner kleinen Kirche, um zu retten was noch zu retten war. Da die Pfarrei in einem Stadtteil ansässig ist, das als nicht überflutungsgefährdet eingestuft wurde, hatte er natürlich auch keine diesbezügliche Versicherung abgeschlossen.
Gemeinsam mit seinem Freund Chris Blanchard watete er durch den zähen, schwarzen Schlamm vor seinem Pfarrhaus und musste mit Erschrecken feststellen, dass das einst so stattliche Gebäude einem Trümmerhaufen glich. Der Gestank der Fäulnis, der über der Stadt lag, raubte den Priestern fast den Atem. Kontrollposten der Polizei erklärten ihnen, dass der bestialische Geruch von den Gebäuden mit den roten Farbmarkierungen herrührte. Tate und Blanchard wurden aufgeklärt, dass in diesen Häusern die Leichen von bedauernswerten Opfer lagen, die noch nicht geborgen werden konnten. Ursprünglich wollte auch Tate nicht vor dem Wirbelsturm flüchten, aber als die Nachrichten über den Hurrikan immer bedrohlicher wurden, änderte er seine Meinung, und floh mit seiner Frau nach Huston.
Trotz des Elends, der Verwüstung und Zerstörung, die Pfarrer Tate in New Orleans vorfand, hat er seinen Glauben an Gott nicht verloren und ist sich sogar sicher, dass ihm persönlich ein Wunder widerfuhr. Tate hatte Krebs und eigentlich sollte er sich, zwei Tage nach dem Sturm, einer medizinischen Behandlung unterziehen, doch der bösartige Tumor war wie durch ein Wunder verschwunden. Pfarrer Tate ist davon überzeugt, dass er durch Kraft des Gebetes geheilt wurde.
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