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München / Deutschland - Wenn ein Mensch bisher etwas nicht kennenlernen konnte, wird er das bei anderen nicht nachvollziehen können. Zu solchen Erkenntnissen sind jetzt Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften gekommen. Zwei Patienten mit einer sehr seltenen Nervenkrankheit kamen bei dem neuen Kenntnisstand zur Hilfe. Der Grund hierfür ist die Tatsache, dass diese Patienten nur dann einen Bezug zum eigenen Körper herstellen können, wenn sie ihn sehen. Wenn die Patienten dies nicht täten, dann würden sie den Bezug zu ihren Körper ganz verlieren.
Beide Patienten filmte man, während sie verschieden schwere Kisten heben sollten. Wenn das Gewicht der Kisten anders war als erwartet, konnten die Patienten ihre Bewegungsabläufe der neuen Situation einfach nicht anpassen. Die gesunden Probanten, die man als Gegenbeweis für die Versuche involvierte, konnten keine Rückschlüsse auf das ursprünglich erwartete Gewicht der Kisten ziehen. Die Schlüsse, die Forscher daraus zogen, waren folgende: Das Verhalten anderer kann man nur insoweit verstehen oder einordnen, wie es auch der eigenen Erfahrung entspricht. Wenn ein Mensch nicht gelenrt hat, bestimmte Ebenen der sozialen Kommunikation abzugucken, dann kann er sie später selbst nicht durchführen.
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