
Pferderipper & Rinderripper wieder aktiv
© Douglas Spalthoff
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Das LKA fahndet nach einem weißen Personenwagen des Typs Wartburg-Kombi
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Deutschland / Schweiz - Die bis Ende 2004 andauernden Pferdeschändungen in Deutschland schockierten die Bevölkerung und hielten die Ermittlungsbeamten auf Trab. Trotz umfangreicher Fahndung, insbesondere der Sonderermittlungsstelle „Pferd“ des LKA-Niedersachsen, konnte man keinen Täter ermitteln.
Scheinbar sind die Motive der Pferde-Ripper und Viehschänder recht unterschiedlich einzustufen. So gibt es sexuell motivierte Täter, aber auch solche, die sich an Pferdebesitzern aus Neid rächen wollen. Überdies sind allgemeine Mordlust oder Sadismus als Ursache bekannt. Ein Problem der heutigen Zeit ist auch die "Popularität" die der Ripper durch die Medien gewinnt. "Dumme Jungenstreiche" sind deshalb leider auch nicht auszuschließen.
Auch in unserem Nachbarland Schweiz hat der Tierquäler innerhalb der letzten Monate brutal zugeschlagen. Dort sind unter den indessen 50 Fällen nicht nur Pferde betroffen, sondern auch Kühe und Schafe. Das eigens gegründete SK "Zaun" der Basler Polizei konnte bisher keinen Täter ermitteln. Nach Aussage eines Schweizer Tierarztes ist nicht jedes tot aufgefundene und nicht jedes verletzte Tier ein Fall von Tierquälerei. Insofern sei bei der Verdachtsdiagnose Vorsicht geboten.
"Aussagekräftig sind die Ergebnisse von zusätzlichen Abklärungen, zum Beispiel durch Bezirkstierärzte, Pathologen und Gerichtsmediziner. Ein Parallelfall zu einem deutschen Fall von Schafsschändung gibt es aus jüngster Zeit zu melden. Danach hatten Unbekannte am 3.10.2005 auf einer Weide in Solingen drei Schafe getötet. Von einem Tier wurden der Kopf und die Vorderläufe abgetrennt und mitgenommen. Der Pressesprecher der Polizei teilte mir mit, dass keinerlei Untersuchungen am Tier vorgenommen wurden und der Eigentümer die Tiere zur Abdeckerei brachte. Das gleiche passierte auch am 22.7.2005 in der Schweiz. Auch gibt es offenbar Hinweise auf einen Täter, der mit einem weißen Wartburg in Niedersachsen und in der Schweiz gesehen wurde.
Das LKA-Niedersachen sowie die Polizei Basel-Landschaft fahndet nach einem weißen Personenwagen des Typs Wartburg-Kombi, eventuell auch Lada oder Skoda mit vermutlich deutschen Kontrollschildern, beginnend mit ASL. Zeugen mögen sich bei Meinrad Stöcklin, Mediensprecher Polizei Basel-Landschaft, Tel. 061 926 30 60 melden. Die Schweizer Polizei geht von mehreren Tätern aus. Dies deshalb, weil es verschiedene Tiere (Opfer) und verschiedene Verletzungsmuster gibt.
Ende 2004 kam es im österreichischen Grieskirchen zur Festnahme eines 25 jährigen Pferdeschänders, der eine Zuchtstute brutal gequält und so verstümmelt hatte, dass sie eingeschläfert werden musste. Nach Aussage der Polizei war der Täter eindeutig sexuell motiviert gewesen.1996 wurde eine 20 Jahre alte Arzthelferin aus Mülheim an der Ruhr verhaftet. Sie hatte drei Pferden mit einem Skalpell bis zu 30 Zentimeter tiefe Verletzungen zugefügt, darunter auch ihrem eigenen. Vor der Polizei gab sie an, sie habe sich über den Ungehorsam ihres Tieres geärgert.
Verstümmelte Pferde und Rinder mit einem äußerst mysteriösen Hintergrund beschäftigen auch die Behörden in Nord-Südamerika. Dort konnte man innerhalb von 40 Jahren keinen Täter der über 20000 Opfer ermitteln.
(DoS)
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