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Wien / Österreich – Archäologen der Prähistorischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) haben eine Sensation freigelegt. Bei Ausgrabungen von uralten Mammutknochen haben die Forscher, unter dem Schulterblatt eines Vorzeit-Elefanten, dass Grab zweier Neugeborener entdeckt. Die beiden Babys starben nach den ersten Datierungen vor 27.000 Jahren.
Die Wissenschaftlerin Christine Neugebauer-Maresch vermutete nach ersten Untersuchungen, dass die beiden Babys vielleicht sogar Zwillinge waren. Die Gliedmaßen der Skelette seien gleich lang, was auf ein gleiches Alter schließen lässt und außerdem seien die beiden Säuglinge offensichtlich gemeinsam beerdigt worden.
Das urzeitliche Grab der Kinder wurde bei Ausgrabungsarbeiten unweit der Stadt Krems an der Donau entdeckt. Seit April 2005 sichern dort Archäologen eine vorzeitliche Ansiedlung steinzeitlicher Menschen.
Da die Archäologen auch eine Kette aus Perlen in dem Grab fanden, sind sie sicher, dass die Kinder rituell bestattet wurden. Sie deuten die Kette als Grabbeigabe und damit wurden die Babys nicht einfach nur verscharrt. Eine Art "religiöses Denken" schien bei den Menschen damals geherrscht zu haben. Vielleicht auch ein Glauben an ein Leben nach dem Tode. Obendrein könnten die Schulterknochen des Mammuts zur Abdeckung des Grabes gedient haben.
Nun planen die Forscher anhand des Kiefers der Kinder, mehr über die Umstände ihres Todes herauszufinden.
© 2005 www.paranews.net, (laf)
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