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 Rubrik: UFO-Forschung

Autorin verärgert Abductees-Alien-Entführte
27.09.2005  11:14 Uhr



Cambridge / Massachusetts - Seit mehreren Monaten wird Harvard-Wissenschaftlerin Susan Clancy mit Hass-Mails und Drohanrufen terrorisiert. Auslöser war ihr Buch Entführt–Warum Menschen glauben, dass sie von Aliens entführt worden sind, das ab Oktober in den Handel kommt. In dem literarischen Werk analysiert sie die Berichte von 50 Abductees. Clancy’s rationelle und kritische Betrachtungsweise verärgerte viele selbsternannte UFO-Entführungsopfer, die sich als menschliches Versuchsobjekt sehen. Besonders die Behauptung, dass die Verschleppungen und medizinischen Experimente, rein psychischer Natur sind und der Fantasie der Erzählenden entspringen, erzürnte die Gemüter der Betroffenen.

Natürlich sind ziemlich viele selbsternannte UFO-Entführungsopfer, über die, ihrer Meinung nach, zu rationale und beleidigende Herangehensweise sehr verärgert.

Diese Leute sind nicht verrückt, meint Clancy, aber sie hätten eine Tendenz zu ungewöhnlichen Ideen und Glaubensarten. Sie glauben nicht nur an Entführungen durch Außerirdische, sondern auch direkt an UFO’s, Astrologie, Tarot, Channeling, Auras und Dingen wie Kristalltherapie. Und daher bringen sie, eben Alltägliches wie einen Hautausschlag mit Experimenten von Aliens in Verbindung.

Die Entführungsgeschichten sind sich in der Grundstruktur stets sehr ähnlich. Die Opfer wachen, meist nachts auf, können sich nicht bewegen oder schreien. Dann sehen Sie Lichtblitze und hören summende Töne. Sie spüren ein Kribbeln im Körper und fühlen eine Art Schwerelosigkeit. Auch die Außerirdischen bilden ein einheitliches Bild, sie sind klein, haben große ovale Augen, eine graue, manchmal auch grünliche Hautfarbe, keine Haare und kleine kümmerliche Nasen. Nachdem die Opfer auf das Raumschiff gebracht wurden, wird an ihnen meist ein oder mehrere Experimente durchgeführt, bei diesen werden Instrumente in die Nase, dem Bauchnabel und andere Körperöffnungen eingeführt, in manchen Fällen wird auch von einem sexuellen Missbrauch durch die Außerirdischen berichtet.

Nach einiger Zeit, finden sich die Entführten, meist verwirrt und verängstigt in ihrem Bett wieder und können sich auch wieder bewegen.

Nach der Meinung von Clancy und dem Psychologieprofessor Richard McNally können die oben geschilderten Erlebnisse leicht auf eine Wach-Schlafparalyse zurückgeführt werden. Diese ist relativ selten, kann aber durchaus auftreten, wenn Schlaf und Wachzustand nicht synchron ablaufen.

Wenn man träumt, befindet man sich einer Art Lähmung. Dies ist ein natürlicher Schutz, um sich vor Verletzungen, die während eines heftigen Traumes, durch das Herumpeitschen von Armen und Beinen auftreten könnten, zu schützen. So wird auch, dass bei Schlafwandlern auftretende Herausspringen aus einem Bett, Herumlaufen und Benutzen von Gegenständen verhindert. Normalerweise hebt sich die Lähmung auf, wenn man wach wird.

Aber es ist durchaus möglich während des Aufwachens noch gelähmt zu sein.

Susan Clancy führ weiter aus: "Während der Paralyse können wir Dinge sehen, Töne hören und körperliche Empfindungen wahrnehmen, sie scheinen äußerst real, dennoch sind sie nur ein Produkt unserer Phantasie."

Trotz der meist seltsamen Effekte, ist die Schlafparalyse so normal wie ein Schluckauf. Sie ist kein Hinweis auf eine Geisteskrankheit, sondern etwas ganz Normales. Ungefähr 25% der Menschheit hat schon mal eine Wach-Schlafparalyse erfahren und etwa 5% hatten während dieser Halluzinationen erlebt.

Manche Menschen, welche die Schlafparalyse nicht als solche erkannten, suchten nach einer Erklärung für ihre Erlebnisse, wollten diese erschließen und versuchten mittels Hypnose, Erinnerungsrückführung und anderer Techniken eine Erklärung zu finden. Doch Hypnose ist, laut Clancy, ein sehr schlechtes Mittel, um Erlebnisse wieder ins Gedächtnis zurückzurufen. Der Hypnotiseur vermittelt dem Hypnotisierten, meist unbewusst, Vorstellungen welche das Opfer an die eigentlichen Erinnerungen anpasst und dadurch verfälscht.

Eine weitere Möglichkeit, um zu einem Entführungsopfer zu werden, sind laut der Susan Clancy die falschen Erinnerungen. Diese wurden vor Jahren, das erste Mal bei Menschen diagnostiziert, die sich an einen angeblichen sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit erinnerten.

Bei vielen dieser Missbrauchsopfer, konnte allerdings später festgestellt werden, dass dieser Missbrauch, in Wirklichkeit nie stattgefunden hat, diese falschen Erinnerungen könnten auch die Ursache für eine Entführungserinnerungen sein.

Bei einer näheren Untersuchung von Menschen mit falschen Erinnerungen, entdeckte man dass diese ähnliche Symptome aufzeigten wie Kriegsveteranen und Patienten mit einem posttraumatischen Stresssyndrom.

Jedoch konnte man zunächst, die Ursache für die falschen Erinnerungen, sowohl bei Missbrauchsopfern, als auch bei angeblich Entführten nicht feststellen.

Am Anfang des Jahres, veröffentlichten Clancy, McNelly und einige Kollegen eine Studie, nachdem sowohl Missbrauchs- als auch Entführungsopfer mit falschen Erinnerungen einen sehr starken Hang zum Paranormalen und Phantastischen haben und oft Probleme mit sozialen Beziehungen starke Probleme haben.

Obwohl, Susan Clancy die Existenz von Außerirdischen nicht komplett ausschließt, ist sie trotzdem überzeugt, dass eigentlich alle der angeblich Entführten entweder Opfer einer Schlafparalyse oder der erwähnten falschen Erinnerungen sind.

"Es ist eigentlich unerheblich, ob die Entführten Recht haben oder nicht, jedenfalls fühlen sie sich mit ihrem Glauben besser."


© 2005 www.paranews.net, (MF)

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Quelle:
news.harvard.edu

   
   

Archiv: Auszug aus der Dokumentation Secrets of Redgate - Einer UFO-Dokumentation auch über Entführungen
© Secrets of Redgate

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