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Liège / Belgien - Bei der Auswertung der Arbeit des Teams um Pierre Magain von der Universität Liège, wurde auf den Scans, durch das Very Large Telescope (VLT) und das Hubble-Teleskop, eine bisher unbekannte Anomalie entdeckt.
Der Quasar HE0450-2958 hat im Gegensatz zum eigentlichen Erscheinungsbild keine erkennbare Heimatgalaxie.
Ein Quasar (quasi-stellar radio source) ist ein sehr hell strahlendes Objekt, das im sichtbaren Bereich des Lichtes fast sternenförmig erscheint. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass es sich bei diesen Objekten um Erscheinungen handelt, die immer in Verbindung mit einem supermassiven Schwarzen Loch auftreten und stets von Heimatgalaxie umgeben sind. Bisher sind die Forscher davon ausgegangen, dass Quasare Kerne von aktiven Galaxien sind.
Während der Untersuchung des ca. 5 Milliarden Lichtjahre entfernten Quasars HE0450-2958 fanden die Forscher, auch nach weiteren Analysen, keinerlei Hinweise auf eine den Quasar umgebende Galaxie.
"Warum dies so ist, darüber wird derzeit noch gerätselt. Allerdings könnte auch die Galaxie zu klein oder zu dunkel sein, um von den Teleskopen erfasst zu werden", spekulieren die Wissenschaftler. Es gibt aber auch die Vermutung, dass die Intensität der schwarzen Materie des Schwarzen Lochs, ein Erkennen der Galaxie unmöglich macht.
Eine weitere Erklärung wäre, dass die Galaxie, wirklich nicht vorhanden ist, dass sie durch eine Kollision mit einer anderen Galaxie aus ihrer Position geschubst wurde.
Eine definitive Erklärung haben die Forscher, für dieses Phänomen, derzeit noch nicht, allerdings werden sie an einer Lösung dieses überaus außergewöhnlichen Problems arbeiten.
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