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Magdeburg - Wie der Forscher Klaus Fittschen vergangenen Montag gegenüber der Öffentlichkeit erklärte, stammte das Material des Taufsteines im Magdeburger Dom aus Ägypten. Das Alter des aus Porphyr bestehenden Taufsteines wird von dem Wissenschaftler auf etwa 1700 Jahre geschätzt und nahm seinen Weg von Ägypten zunächst nach Italien. Kaiser Otto der Große veranlasste 955 den einige Tonnen schweren Stein nach Magdeburg transportieren zu lassen.
Der aus zwei Teilen bestehende Stein sollte dem Dom größeren Glanz verleihen. Zudem soll er auf seiner Reise zum Ziel schon einmal als Taufstein vermutlich in Rom seinen Nutzen gefunden haben. Im Gegensatz zu anderen Wissenschaftlern, schließt Fittschen den Seeweg aufgrund der damals herrschenden Piraterie auf den Meeren aus und gab eine andere Theorie über den Transportweg bekannt.
Fittschen tendiert zu der Annahme, dass der Stein, trotz des beschwerlichen Weges, über die Pässe der Alpen transportiert wurde und vom Kaiser persönlich in Auftrag gegeben wurde.
Nun soll der Stein im Rahmen der Feierlichkeit "1000 Jahre Taufen in Mitteldeutschland" als Zentralpunkt einer Ausstellung dienen, die nächstes Jahr stattfinden soll. Neben dem Porphyr-Taufstein werden unter anderem Taufengel aus der Landeskirche, Taufschalen aus Zinn, Silber und Messing zu sehen sein, sowie Taufständer von der Renaissance-Zeit bis hin zur Gegegnwart, gab Bischof Axel Noack aus der Kirchenprovinz Sachsen bekannt.
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