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Leiden / Holland - Wie eine Pressesprecherin des Lorenz-Instituts für Theoretische Physik der Universität Leiden bekannt gab, ist ein Student auf das 16-seitiges Manuskript Quantentheorie des einatomigen idealen Gases - Zweite Abhandlung, des bekannten Physikers Albert Einstein, aus dem Jahr 1924 gestoßen.
Vermutlich wurde das Schriftstück im Jahr 1925 von der Preußischen Akademie erworben. Dem Inhalt ist zu entnehmen, dass Einstein behauptete, Gaspartikel würden beim absoluten Temperaturnullpunkt bei -273,6 °C einen Aggregatzustand von sehr geringer Energie erreichen können, und somit zu einem Mono-Atom zusammenklumpen.
Diese Theorie entwickelte Einstein gemeinsam mit dem indischen Physiker Satyendra Nath Bose, von deren beider Namen sich auch die Bezeichung Bose-Einstein-Kondensat ableitet.
1995 haben erstmals die Physiker Wolfgang Ketterle, Eric Cornell und Carl Wieman diesen Aggregatzustand aus Rubidium Gas hergestellt und entdeckten dabei, dass Atome dazu gebracht werden können unisono zu singen. Das Kondensat ist neben fest, flüssig, gasförmig und dem Plasma die fünfte Erscheinungsform von Materie und kann in der Präzisionsmessungen und Nanotechnologie praktisch angewandt werden.
Nach Aussage der Zeitung NRC-Handelsblatt fand der holländische Student Rowdy Boeyink Hinweise auf das Manuskript, als er in Unterlagen des österreichischen Physiker's Paul Ehrenfest, einem Freund Einsteins, der ihn oft während der 20er Jahre zu Vorlesungen in Leiden einlud, stöberte.
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