|
USA - Die Tatsache das der vierzehnte tibetische Dalai Lama, Tenzin Gyatso, kein studierter Akademiker ist und dennoch im November 2005, bei einer Tagung von Neurowissenschaftlern, einen Vortrag, über den Einfluß der buddhistischen Meditation auf das Gehirn, abhalten will erboste einige Chinesen derart, dass sie einen Boykott planen. Der Dali Lama hätte keinerlei wissenschaftlich fundierten Kenntnisse um als selbsternannter Neurobiologe in Sachen Hirnforschung, einer Öffentlichkeit seine Meinung kundzutun, hieß es seitens der Chinesen.
Ende Juli 2005 versuchte Dr. Jianguo Gu, ein Neurologe der University of Florida, eine Petition gegen den Vortrag des Dalai Lama zu organisieren. "Seine Behauptung, meditative Übungen könnten eine durchlässige Verbindung von Körper und Geist erschaffen und Menschen mittels Hirnstromwellen untereinander kommunizieren könnten, ist wissenschaftlich nicht zu beweisen, fällt in den religiösen Bereich und ist keinesfalls den Neurowissenschaften zuzuordnen. Von mir aus kann jeder glauben was er will, doch solche Verkündigungen verwirren nur," ließ der Wissenschaftler verlauten und cancelte gleichzeitig seinen eignen Vortag.
"Mein Bestreben ist lediglich, die westlichen Wissenschaftler dazu zu bewegen, den Zusammenhang von buddhistischer Meditation und Wirkung auf das Gehirn zu erforschen," ließ der 70jährige Tibeter verlauten.
Ob es sich hierbei um eine politische Intrige handelt ist noch unklar. Tatsache ist jedoch, das sich Tibet im Jahre 1894, mit Hilfe der Kolonialmacht England, von China abgesondert hat und das religiöse Oberhaupt von Tibet schon des öfteren mit dem Widerstand Pekings zu kämpfen hatte.
Die öffentlichen Auftritte des 70jährigen waren schon immer ein Politikum und zogen durchgehend eindringliche Proteste seitens der chinesischen Regierung nach sich. Durch den Druck Pekings im Jahr 1993 wurde der Dalai Lama von der in Wien abgehaltenen UNO-Menschenrechtskonferenz ausgeschlossen, 1994 zogen der französische Staatspräsident François Mitterand und Bundespräsident Richard von Weizsäcker ihre Einladung bezüglich der 1200 Jahr-Feier der Stadt Frankfurt am Main zurück und im Jahr 2000 wurde der Dalai Lama dahingehend boykottiert, dass er keine Einladung, anlässlich einer UNO-Konferenz an der annähernd 1000 Religionsführer aus aller Welt teilnahmen, erhielt.
Der Dalai Lama befindet sich zur Zeit in der Schweiz und nahm dort unter anderem an Symposien der Universität Zürich teil.
Anmerkung der Redaktion:
1991 verabschiedete der US-Senat eine Resolution, aus der eindeutig hervorgeht, das Tibet ein illegal besetztes Land ist und das tibetische Volk ausschließlich von der tibetischen Exilregierung und vom Dalai Lama, der seit 1960 im nordindischen Dharamsala lebt, legal vertreten werden.
© 2005 www.paranews.net, (SvF)
|