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Washington / USA - US-Präsident George W. Bush hat den Befürwortern eines Alternativmodells zur Evolutionstheorie im Schulunterricht zugestimmt. Nach Berichten verschiedener US-Medien am 2. August, rechtfertigte Bush in einem Gespräch mit der Presse seine Ansichten damit, dass neben der Theorie einer Evolution auch die Lehre vom "Intelligenten Design" in den Schulen unterrichtet werden muss.
"Zur Erziehung der Schüler gehöre es, dass "verschiedene Denkschulen vermittelt werden müssen", so der Präsident gegenüber den Medienvertretern. Die Schüler in den USA müssten mit "unterschiedlichen Ideen" über die Entstehung der Erde und der Menschheit bekannt gemacht werden. Nicht nur die These der langsamen Evolution dürfe im Unterricht Vorrang haben.
Die "Intelligentes Design-These" findet seit Jahren in den USA wachsende Zustimmung. Im Unterschied zur Lehre des Kreationismus, die der biblischen Schöpfung wörtlich glauben schenkt, bestreitet diese These nicht, dass die Entwicklung der Erde über vier Milliarden Jahre andauerte. Sie interpretiert die umfangreichen Gestaltungen in der Natur jedoch als Beweis für eine übergeordnete Intelligenz hinter der Natur und Schöpfung.
In zahlreichen Bezirken der USA gibt es seit Jahren heftige Konfrontationen darüber, ob die These des "Intelligenten Design" neben Charles Darwins Evolutionslehre in die Lehrpläne übernommen werden soll.
Skeptiker der Theorie vom "Intelligenten Design" sind der Ansicht, dass diese nur ein Vorwand sei, um religiöse Weltanschauungen in den Unterricht der Naturwissenschaften einzuschleusen. Die National Academy of Sciences und die American Association for the Advancement of Science, zwei der führenden Wissenschaftsorganisationen der USA, sind indessen der Überzeugung, dass es für das "Intelligente Design" keinerlei wissenschaftliche Grundlage und schon gar nicht einen Beweis gibt.
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